Auszeichnung: Frankfurter Preis - Großer Preis der deutschen Gemeinschaftsverpflegung
Veranstaltung am 02.09.2012 in Essen

Grußwort von Geschäftsführer Ulrich Froese
Vorstand Evangelische Stiftung Augusta . Geschäftsführer Augusta-Kranken-Anstalt gGmbH

Als gemeinnützige Einrichtung, hier als Evangelische Stiftung Augusta, haben wir das Selbstverständnis und sind auch dazu aufgefordert mitzuarbeiten an der Gestaltung unseres gesellschaftlichen Systems.

Liebe geht durch den Magen, manchmal schlägt auch was auf den Magen. Wir wollen uns mit dem ersteren beschäftigen.

Unsere zentrale Aufgabe ist die Versorgung alter und kranker Menschen. Neben dem Anspruch einer hohen medizinischen und pflegerischen Qualität hat auch die Ernährung einen ganz besonderen Stellenwert. Dies hat uns veranlasst, ein Konzept zu entwickeln, dass wir erfolgreich umgesetzt haben. Dass Essen gut sein soll und schmecken soll. Gerade im Alter ist die ausgewogene und gesunde Ernährung von hoher Bedeutung, so ist das Thema Mangelernährung ist bei älteren und kranken Menschen leider durchgängig zu beobachten.

Wesentliche Faktoren sind der Geschmack, die Qualität und die Inhaltsstoffe des Essens. Es geht auch darum, wieder neugierig zu machen, schmecken zu lassen, auch mal wieder etwas Neues und Anderes zu sehen, als die gewohnte Kost und vielleicht wieder Erinnerungen wach werden zu lassen, da unser Angebot zum Teil auch das ist, was der alte Mensch aus seiner Jugend oder anderen Zeiten noch kennt.

Die Dankbarkeit und die Ergebnisse die wir hiermit haben waren für uns selbst überraschend. Zwar haben wir erwartet, dass es eine Verbesserung gibt, aber nicht in diesem Ausmaß. Hohe Zufriedenheit und Dankbarkeit bei den Patienten, Mitarbeitern und Angehörigen führt auch zu anderen positiven Ergebnissen, denn „Ist das Essen schlecht, ist alles schlecht“ - Deshalb ist das ein Faktor, der neben dem Dargestellten die Zufriedenheit und den Wohlfühlfaktor insgesamt erhöht.

Vielfach steht nur das Geld im Vordergrund, möglichst preiswert, möglichst billig, aber ist es dann auch billig? Sicher, die Krankenhausfinanzierung ist nicht ausreichend.

Der objektiv gegebene Mehraufwand wird aber mehr als kompensiert durch die hohe Zufriedenheit und durch einen höheren Zulauf an Patienten. Hier gilt das Sprichwort: „Wer mehr investiert, kriegt auch mehr raus.“

Die Umstellung war relativ aufwändig, wobei wir jetzt feststellen, dass sich die tatsächlichen Kosten in vielen Bereichen kompensieren durch intelligente Systeme, ordentliche Organisation, gute Erfassung.

Die Ausschreibung des Chef de Cuisine war ein voller Erfolg. Herrn Meyer zu finden ein Glücksfall!

Und wie in allen anderen Lebensbereichen, es steht und fällt mit dem Chef, damit meine ich Herrn Meyer.

Gut ist, dass auch alle Mitarbeiter der Speiseversorgung mitgenommen werden und wieder Freude und Spaß an ihrer Arbeit haben.

Über die Verleihung des Preises freue ich mich sehr!

Ich bin sicher, dass viele auch dadurch animiert werden, das als Beispiel zu nehmen.

Viele Grüße nach Essen