EvK-Komplementärmedizin ist
Leuchtturmprojekt für Hattingen

Dass Hattingen für exzellente Medizin steht, ist in der Stadt hinlänglich bekannt und „Med in Hattingen“ z.B. eine bekannte Marke. Die Komplementärmedizin des Evangelischen Krankenhauses (EvK) allerdings strahlt weit über das Ruhrgebiet hinaus. Jetzt weihten Geschäftsführer Ulrich Froese und Chefarzt Prof. Dr. Horst Przuntek die neue Ambulanz der Klinik für Neurologische Komplementärmedizin im Neubau des Hauses ein und reagierten damit auf einen erhöhten Bedarf.

„Hattingen – Stadt der Komplementärmedizin“ heißt denn auch ein neuer Slogan, der präziser kaum passen kann. In dem Neubau mit seinen 1.000 Quadratmetern Fläche - mit einem Kostenvolumen von 2,5 Mio. Euro errichtet - wird es schon am Anfang November noch mehr Komplementärmedizin geben: Prof. Przuntek eröffnet eine neue Station mit neuro-gastroenterologischen Verfahren. Der Darm sei von Nerven durchzogen. Was liege also näher, als sich gemeinsam mit dem EvK-Chef-Gastroenterologen Prof. Dr. Andreas Tromm dem Thema ganzheitlich zu nähern.

Prof. Przuntek denkt sogar noch weiter: Er will die anerkannte komplementärmedizinische Idee auch in die (Neuro-)Urologie tragen – und auch in die (Neuro-)Augenheilkunde. Mit solchen Leuchtturmprojekten beträte man einmal mehr internationales Medizin-Neuland. Schon mit der Klinik für Neurologische Komplementärmedizin war das EvK weltweiter Vorreiter gewesen.

Bürgermeisterin Dr. Dagmar Goch hatte es sich übrigens nicht nehmen lassen, der Ambulanzeröffnung beizuwohnen. Sie wollte schließlich auch den neuen Yoga-Raum sehen, den schon bald auch Volkshochschul-Kurse nutzen werden. Die erste Bürgerin selbst macht schon seit über zehn Jahren Yoga-Übungen, was sie den Pressefotografen gemeinsam mit Kursleiterin Ute von Scherenberg auch zeigte.

Prof. Przuntek betonte die Bedeutung von Yoga als Prophylaxe bei Arthrose. „Das ist eine Behandlung ohne Medikamente, nachhaltig und ohne Nebenwirkungen, die man wunderbar zu Hause weiterführen kann.“ Yoga ermögliche Stressabbau, beuge Bewegungsmangel und damit z.B. auch Oberschenkelhalsbrüchen vor und sei für jeden im Sitzen oder Liegen möglich. „Wir bieten allerdings kein spirituelles Yoga an, sondern haben die therapeutisch-gesundheitliche Komponente im Fokus.“

„Der Gesundheitsstandort Hattingen ist wichtig“, betonte Goch im Gespräch. Es gelte den Standort zu stärken. Die Kooperation von VHS und EvK sei eine tolle Sache, die intensiviert werden sollte.

Dass langfristig auch eine Zusammenarbeit des EvK mit der Klinik Blankenstein in vielen Bereichen möglich sein wird, ließen Geschäftsführer und Chefarzt gleichermaßen durchblicken. Und dabei ließ Ulrich Froese übrigens auch das in der Zukunft geplante neue 120 Bettenhaus am EvK nicht unerwähnt.