Augusta-Mitarbeiter spenden 1.140 Euro ans Kinderhospiz

Die Entscheidung war einstimmig und schnell gefallen: Betriebsrat und Mitarbeitervertretung der Augusta Kliniken Bochum Hattingen spendeten schon vor ihrem Mitarbeiterfest den Erlös der Tombola für den in Witten ansässigen ambulanten Kinderhospizdienst Ruhrgebiet. Jetzt überreichten Edwige Bähnck-Kedzia und Günter Klanke im Namen der Augusta-Belegschaft 1.140 Euro an die engagierte Vorsitzende Birgit Schyboll.

Nicht weniger als 280 „lebensverkürzend erkrankte“ Kinder gibt es im Umkreis von rund 40 Kilometern um Witten. „Rund 40 Familien betreuen wir derzeit - und es ist keineswegs so“, erklärt Vorsitzende Birgit Schyboll, „dass wir nur in der ‚abschiedlichen Phase‘ helfen können. Ganz im Gegenteil.“ Der Verein bietet Begleitung der betroffenen Kinder, Entlastung und Lebensbegleitung für die Eltern und Geschwister. Und dies auch schon, wenn gerade die Diagnose gestellt wurde. Im Ruhrgebiet sei die Versorgung für Betroffene sehr gut. Lediglich in den Ferien gebe es Wartezeiten.

Das große Netz von 40 bis 60 ehrenamtlichen Mitarbeitern hilft z.B., die Familien mit Hilfe beim Einkauf, im Haushalt oder anderen Alltagstätigkeiten zu entlasten. „Wir wissen oft, welche Ärzte bei einem speziellen Krankheitsbild besonders qualifiziert sind“, so Schyboll, „oder können bei Behördengängen Unterstützung geben.“ Nach einer niederschmetternden Diagnose sei es für die Menschen oft sehr hilfreich, die erfahrenen Partner des Hospizdienstes an der Seite zu haben.

Pro Jahr bietet der Verein zwei Kurse an, um ehrenamtliche Helfer an den Umgang mit betroffenen Kindern und deren Angehörigen heran zu führen, aber es gibt auch im Umfeld viel zu tun. „Ganz viele Frauen stricken für uns Sachen, die wir auf unserem Basar verkaufen können“, erzählt Schyboll, und viele Männer leisten tatkräftige handwerkliche Hilfe. „Wir müssen unseren Allerwertesten richtig hoch heben, damit wir immer wieder genug Geld zusammen bekommen.“

Gerade war der Verein mit 36 Personen zu einer Freizeit auf Norderney: Betroffene und Angehörige freuten sich über ein paar unbeschwerte Stunden in geselliger Runde. „Viele Familien finden nur ganz schwer ein passendes Feriendomizil“, erläutert Birgit Schyboll. Schließlich müssen für Schwerstkranke die Umstände passen. Barrierefreiheit ist nur eines der wichtigen Themen. „Wir haben da etwas in der Planung und ich hoffen, dass wir das hinbekommen.“