Krebs: Prof. Behringer schlug Wege
in den Dschungel von Informationen

Wege in den „Dschungel von Informationen“ schlug Professor Dr. Dirk Behringer, Chefarzt der Klinik für Hämatologie, Onkologie und Palliativmedizin der Augusta-Kranken-Anstalt Bochum, in der öffentlichen Informationsveranstaltung für Patienten, Angehörige und Interessierte des Medizinischen Qualitätsnetzes Bochum (MedQN) zum Thema „Die Krebserkrankung – eine Herausforderung auf  vielen Ebenen“ im Veranstaltungssaal des Kunstmuseums Bochum.

Professor Behringer, der auch dem Chefarzt-Beirat des Medizinischen Qualitätsnetzes Bochum angehört, nahm aus onkologischer Sicht die unterschiedlichen Krankheitsphasen in den Blick, gab konkrete Bewältigungsstrategien an die Hand und ging auch auf die Tumornachsorge ein. Dabei konnte er auf Konzept und Angebote des „Augusta“ verweisen, das in der Krebsbekämpfung und –behandlung ein großes Spektrum bietet. Der Chefarzt betonte in seinem Vortrag immer wieder die Bedeutung der aktiven Rolle, die der Krebspatient in diesem Zusammenhang spiele und nannte es für Ärzte und Pflege ein „Privileg, Patienten betreuen zu dürfen“. Zu den Eckpfeilern in der Betreuung von Krebskranken gehören laut Behringer u.a. das Schaffen von Klarheit gegen diffuse Ängste, Teamarbeit mit Rollenverteilung („Der Patient ist der Boss“), die Begriffsklärung der Therapieziele, zahlreiche Unterstützungsangebote und langfristige Betreuung und Hilfestellung. Das Augusta binde auch aktiv Selbsthilfegruppen ein.

Die Selbsthilfegruppe für Krebsbetroffene e. V. Bochum, die  auch Trägerin der mit drei hauptamtlichen Mitarbeiterinnen besetzten Beratungsstelle ist, war in der Informationsveranstaltung ebenfalls vertreten – mit einem Info-Tisch und Sigrun Pietschmann, Diplompsychologin, Psychologische Psychotherapeutin und Psychoonkologin. Sie beleuchtete in ihrem Vortrag die seelischen Aspekte und Auswirkungen einer Krebserkrankung: Welche Veränderungen durch die Krebserkrankung hervorgerufen werden, was Lebensstilveränderungen bedeuten, was Angehörige von Krebskranken erleben, wie gute Bedingungen für eine gelingende Krisenverarbeitung aussehen und welche Angebote zur Verbesserung der Lebensqualität beitragen können. (-weco-/medQN)

Fotos: Olaf Gellisch