WAZ Redakteure schauen sich im EvK um

Die der WAZ zu Gast im EvK: Journalisten der Lokalzeitung besuchten Mitarbeiter und Chefärzte des Evangelischen Krankenhauses Hattingen (EvK) um sich im Vorfeld für den Hattinger Gesundheitstag unter dem Motto „Arbeit und Gesundheit“ am 17. März zu informieren.

Hygienefachkraft Alen Males entlarvte die Standard-Hygienemängel bei einem Desinfektionstest mit Svenja Hanusch und Daniel Roeschies: Er forderte die Redakteure auf, sich die Hände mit einer fluoreszierenden Ersatzflüssigkeit zu waschen. Schwarzlicht, das in Diskotheken die Zähne zum Strahlen bringt, legt hier offen, welche Hautbereiche nicht mit dem Mittel in Berührung gekommen, also nicht keimfrei sind.

Bekannt ist schließlich, dass Viren und Keime vor allem durch Handkontakt weitergegeben werden. Der Versuch zeigte, wie wichtig Händedesinfektion generell ist. Deshalb finden Besucher schon im Eingangsbereich des EvK einen Spender mit Desinfektionsmittel. Males: „Jeder sollte sich dort mindestens für 30 Sekunden mit ausreichend Desinfektionsmittel die Hände reinigen.“

Dr. Helfried Waleczek, Chefarzt der Klinik für Chirurgie, erläuterte anschließend welch hohen Stellenwert das EvK als Akut- und Notfallkrankenhaus für den Standort Hattingen genießt. Gerade für die Grundversorgung von z.B. Arbeitsunfällen, Magen-Darmerkrankungen und Herzinfarkten ist man bestens aufgestellt. In den verschiedensten Spezialabteilungen wie Stroke Unit, Endoskopiezentrum und Plastische Chirurgie werden alle Patienten auf hohem Niveau behandelt. Ein weiterer Gewinn sind auch die kurzen Kommunikationswege zwischen den Disziplinen aufgrund der überschaubaren Hausgröße. Hierdurch stehen den Patienten ohne Umwege die für sie besten Fachärzte zur Verfügung. Mit der Hausanbindung eines Computer- und Kernspintomografen werden zusätzlich die modernsten Hightech-Medizingeräte eingesetzt. Nicht zuletzt dadurch können auch Erkrankungen am Bewegungsapparat und an der Wirbelsäule behandelt werden.

Dr. Rainer Poburski, Chefarzt der Klinik für Neurologie, bestätigte dies: „Gerade beim Schlaganfall ist es wichtig, dass der Patient innerhalb der nächsten drei Stunden auf eine Stroke Unit eingewiesen wird. Je eher jemand behandelt wird, umso größer ist die Chance Blutgefäße wieder durchgängig zu machen. Hier gilt: „Zeit ist Hirn!“

„Der Faktor Zeit spielt auch bei vielen anderen Erkrankungen eine große Rolle“, so betonte Prof. Dr. Andreas Tromm, Chefarzt der Klinik für Innere Medizin. „Ob Herzinfarkt oder blutende Magen- und Darmgeschwüre, immer sind rasche Behandlungen notwendig. Mit der Spezialisierung zum Endoskopiezentrum sowie mit dem Ausbau der Kardio- und Gastroenterologie und einer Anbindung der Nephrologie vom Ambulanten Zentrum Hattingen ist eine erstklassige Primärversorgung von internistischen Erkrankungen vorhanden. Zusätzlich wird Wegzeit eingespart, da der Notarztwagenstandort am EvK ist.“ Ein weiteres Highlight ist die Klinik für Neurologie und Neurologische Komplementärmedizin. Unter der Leitung von Prof. Dr. Horst Przuntek werden Patienten mit chronisch neurologischen Erkrankungen (z.B. Parkinson und Demenz) neben der Schulmedizin mit über 5000 Jahre alten ayurvedischen Methoden behandelt.

Trotz aller Spezialisierungen stehen Pflege und Wohlergehen des Patienten im Mittelpunkt. „Bei allen gesetzlich vorhandenen Pflegestandards, die natürlich im EvK eingehalten werden, ist es oft ein zusätzlicher Vorteil, dass viele Mitarbeiter aus Hattingen selbst kommen“, betonte Marcus Fritz vom Pflegmanagement. „Man verbindet etwas mit den Menschen aus seiner Stadt und das bringt Nähe zum Patienten. Vereinfacht lässt sich dies auf die Formel „Hattinger für Hattinger“ bringen.“ Auch die gute Zusammenarbeit zwischen Ärzteschaft und Pflege kommt letztendlich immer den Patienten zu Gute. Dies zeigt sich unter anderem auch in den Bereichen Schmerz- und Wundmanagement. Durch direkte und kurzfristige Absprachen zwischen Pflege und Arzt wird den Patienten schnell geholfen.

Alle sind sich einig: Das EvK ist attraktiv! Das lässt sich auch daran erkennen, dass inzwischen mehr als 50 Prozent der Patienten von auswärts kommen. Aufgrund der hohen Patientendichte wird seid kurzem in allen sechs OP-Sälen gleichzeitig operiert. Auch werden in diesem Jahr Notaufnahme und Ambulanz noch ausgebaut sowie eine weitere Station eröffnet.

Abschließend fotografierte Svenja Hanusch den Durchleuchtungsraum und den Aufbereitungsraum des Endoskopiezentrums. Auch die Schlaganfallstation (Stroke Unit) mit den vielen Überwachungsmonitoren weckte ihr Interesse. Bei der Technik wurde darauf hingewiesen, dass im EvK inzwischen alle bildgebenden Geräte digital sind und Waleczek betonte: „Im nächsten Jahr wird die komplette Patientenakte digital geführt!“