„Genesungssingen“ war ein toller Erfolg

Wenn Singen tatsächlich bei der Gesundung hilft, und guter Gesang noch mehr - dann werden die Menschen in der Augusta Klinik Bochum-Mitte  wohl sehr schnell gesund. Denn unter dem Motto „1. Bochumer Genesungssingen“ im Rahmen des ruhrgebietsweiten „Day of Song“ wurde den Gästen und Patienten in der Bochumer Klinik am 2. Juni eine ganz hohe Dosis exzellenter Musik verabreicht, die nicht nur für beschleunigte Heilung, sondern auch für viel Begeisterung sorgte.

Im Klinik-Foyer an der Bergstraße, das nach Meinung der Akteure eine Super-Akustik hat, traten die Chöre „Crashendo“ (Bochum) und „Schräglage“ (Essen) auf.  Schlag 12.10 Uhr platzierten sich beide Gast-Chöre auf der Treppe im Foyer und begeisterten vom ersten Ton an die Anwesenden. Bevor die eigenen Repertoires bemüht werden konnten, stand um diese Zeit für alle Aktiven im gesamten Ruhrgebiet das Steiger-Lied („Glückauf der Steiger kommt“) auf dem Programm.

Unter der famosen Leitung von Oliver Noack, der auch immer wieder selbst auf der Gitarre begleitete, oder mit sogenannten „Boomwhackers“ auf dem Treppengeländer trommelte, gab es ein Feuerwerk von Liedern, die selbst mancher Experte nicht für chortauglich gehalten hätte. Und dass nicht nur die Zuhörer, sondern auch die Chormitglieder selbst viel Spaß an diesem außergewöhnlichen Konzert hatten, war ganz offenkundig.

Das Medley – u.a. aus dem uralten Middle Of The Road-Titel „Chirpy Chirpy Cheep Cheep“ und Manfred Manns „Do Wah Diddy Diddy-  war hitverdächtig. Ebenso wie der „Ärzte“-Hit “Junge“, „Denkmal“ von „Wir sind Helden“ - und vor allem  „Born To Be Wild“. Eine grandiose Interpretation des Steppenwolfs-Hits, die bewies, dass Chormusik, so wie sie aktuelle Gesangvereine immer noch paktizieren, inzwischen mehrere bedeutende Updates erlebt hat.

„Es wird Gassenhauer, Schlager etc. geben“, hatte eine Crashendo-Sängerin angekündigt. Niemand  wurde enttäuscht, viele überrascht. Vor allem jene, die nichts ahnend ins Augusta gekommen waren, um ihre Lieben zu besuchen. Gerade sie nahmen angenehme Eindrücke mit nach Hause. Patienten wie Besucher blieben stehen und hörten zu. Und im Anschluss an das Programm "schmetterten" viele beim Mitsingprogramm für‘s Publikum die bekannten Lieder mit. " Und genau das wollten wir erreichen", sagte Noack.

Die Jungs vom Augusta-Funk und –Fernsehen sangen an den Reglern selbst begeistert mit – wenn sie nicht gerade dafür sorgen mussten, dass unter dem Aufnahmemikrofon keine störenden Gespräche geführt wurden. Die Aufzeichnung wurde dann am Folgetag - zur Freude sicherlich vieler Patienten - im hauseigenen TV gesendet.