DCCV wählt Prof. Tromm

Sprecher des wissenschaftlichen Beirates der DCCV ist seit kurzem Prof. Dr. Andreas Tromm. Der Chefarzt der Inneren Klinik am Evangelischen Krankenhaus Hattingen arbeitet schon seit mehr als15 Jahren im wissenschaftlichen Beirat der Deutschen Morbus Crohn und Colitis ulcerosa Vereinigung (DCCV e.V.)  mit. Die DCCV ist mit ca. 20.000 Mitgliedern eine der größten deutschen Patienten-Selbsthilfegruppen.

„In Deutschland sind ca. 250.000 Menschen von den chronisch entzündlichen Darmerkrankungen betroffen“, erläutert Darmspezialist Tromm, der sich u.a. auch mit der sogenannten mikroskopischen Kolitis beschäftigt. Dabei handelt es sich eine weitere Form chronisch entzündlicher Darmerkrankungen, die durch wässrige Durchfälle und Bauchschmerzen gekennzeichnet ist und ausschließlich durch die Entnahme von Gewebeproben aus der Darmschleimhaut diagnostiziert werden kann.

1998 hatte Tromm grundlegende Untersuchungen zur Entwicklung eines neuen Behandlungsansatzes der mikroskopischen Kolitis durchgeführt. Dabei ging es um ein Cortisonpräparat, das seine Wirkstoffe örtlich im Darm freisetzt. Heute ist Tromms Ansatz von 1998 ein weltweit etabliertes Therapiekonzept.

Patienten – meist Frauen – mit mikroskopischer Kolitis werden häufig als Reizdarm-Patienten fehldiagnostiziert, wenn nicht eine konsequente Diagnostik mit Darmspiegelung und Gewebeentnahme erfolgt.  „Wir nehmen an“, so Tromm, „dass in Deutschland mehr als 200.000 Menschen betroffen sind.“

Wegen der großen Nachfrage ist gerade eine Neuauflage von Prof. Tromms Buch zur mikroskopischen Kolitis erschienen. Eine englische Ausgabe ist in Vorbereitung.

(www.dccv.de).