Freie Plätze für die Weiterbildung „Begleitung Demenzerkrankter“

Die Zahl der Demenz-Erkrankten wächst, und diese Menschen kommen – wegen anderer Beschwerden - auch ins Krankenhaus. In der fremden Umgebung sind sie dann nicht nur orientierungslos, sondern auch voller Angst.  Mit einem besonders geschulten, ehrenamtlichen Team will die Augusta-Kranken-Anstalt diesen Menschen helfen.

Das neue Team soll Teil des Seelsorgeangebotes sein, das die Patienten im Augusta vorfinden. „Den Mitgliedern wird  zuvor eine interessante und anspruchsvolle Schulung angeboten, die es ihnen ermöglichen wird, den Herausforderungen der Demenz zu begegnen, auf die Patienten einzugehen und ihnen Ruhe und Orientierung  zu vermitteln.

Anfang März 2012 beginnt ein neuer, 35 Stunden umfassender Weiterbildungslehrgang “Begleitung demenziell erkrankter Patienten“. Die Teilnehmer lernen in drei Schulungsblöcken alles, was zur Begleitung der Patienten notwendig ist. In einem Basiskurs Gesprächsführung werden die theoretischen wie praktischen Grundlagen eines seelsorgerlichen Gespräches vermittelt. In einem zweiten Modul vermitteln Psychologen, Ärzte und  weitere Fachkräfte die notwendigen Kenntnisse zum Krankheitsbild der Demenz und den Umgang mit Betroffenen. Ein weiterer Schwerpunkt  wird eine Hospitation sein, in der das Erlernte eingeübt und  gefestigt wird.

Teilnehmer einer solchen Ausbildung berichten immer wieder davon, dass sie für ihr Leben bereichert wurden. Sie haben gelernt bewusster mit sich selbst und ihrer Umgebung umzugehen. In dieser Weiterbildung sind noch einige Plätze frei. Interessierte können sich beim Seelsorgerteam  der Augusta-Kranken-Anstalt informieren und auch anmelden: Telefon 0234- 517 1351 oder 0234- 517 1352

Eine Informationsveranstaltung findet am Dienstag, den 07.02.2012 um 17.30 Uhr im Konferenzraum der Pflegedienstleitung  Haus 2, 5. Etage der Augusta-Kranken-Anstalt, Bergstraße 26, 44791 Bochum statt.


Was die Mitglieder des Teams tun:

Klaus Meyer weiß, was er die nächsten Tage tun wird. Die Pflegedienstleitung des Augusta Krankenhauses hat ihn gebeten, die demenzerkrankte Herta Schmidt während ihres Aufenthaltes zu begleiten. Eine Operation hat sie in die Augusta-Kranken-Anstalt  geführt. In dieser für sie fremden Umgebung fühlt sie sich orientierungslos. Die vielen fremden Menschen und Geräusche sowie der ungewohnte Tagesablauf machen ihr Angst. Deshalb wird Klaus Meyer sie durch ihren Krankenhaus-Alltag begleiten, wenn ihr Mann oder ihre Tochter nicht da sein können. Er wird sie zu Untersuchungen bringen und auch in der „Freizeit“ bei ihr sein. Er wird versuchen, sie zu beruhigen und ihre Angst zu mildern. Auf diese Weise wird er zu ihrer Heilung beitragen.