Augustaner aus Bochum und Hattingen
zeigen der Bundesregierung die Rote Karte

Mit einem Sonderbus sind über 70 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Augusta Kliniken Bochum Hattingen zur Protestveranstaltung in die Mitsubishi Halle nach Düsseldorf angereist. Hier zeigten sie zusammen mit weit über 5.000 Teilnehmern aus allen NRW-Krankenhäusern der aktuellen Gesundheitspolitik die Rote Karte.

Vor dem Hintergrund der aktuellen Tarifabschlüsse im öffentlichen Dienst, der Angleichung von Urlaubstagen bei unter 30jährigen sowie der aktuellen Tarifsteigerung für Ärzte fehlen den deutschen Krankenhäusern zukünftig rund eine Milliarde Euro.

Organisiert durch die Krankenhausgesellschaft Nordrhein-Westfalen (KGNW) verschafften sich die Teilnehmer Luft und zeigten bildlich der Bundesregierung die Rote Karte. Die Rote Karte für die Sparpolitik auf dem Rücken der Pflege und Mitarbeitern und die Rote Karte all denjenigen, die Gesundheitspolitik machen, aber wohl noch nicht begriffen haben, dass diese nur mit Pflege zu machen ist.

Als Redner stellten Matthias Blum, Geschäftsführer vom KGNW, Georg Baum von der  Deutsche Krankenhausgesellschaft, Ludger Risse als Vorsitzender des Pflegerates NRW und Professor Dr. Heribert Jürgens, Direktor der Klinik und Poliklinik für Kinder- und Jugendmedizin des Uniklinikums Münster als Forderungen an die Bundesregierung: Tarifausgleich in voller Höhe und Umsetzung des Orientierungswertes. Sicherung von Arbeitsplätzen und Sicherstellung der qualitativ hochwertigen Versorgung der Patienten. Zusammen mit den Protestlern zeigten sie die Rote Karte als Symbol für einen nicht zu tolerierenden Verstoß, dass seitens der Regierung die Verantwortlichen tatenlos sind.

Dem alltäglichen Wahnsinn im System muss Einhalt geboten sowie den Entscheidungsträgern in Politik und in den gesundheitlichen Strukturen Grenzen gesetzt werden. Letztlich zeigen die Protestler der Krankenhäuser die Rote Karte gegen die Gesundheitspolitik aber für die Patienten, denn sie wollen Patienten versorgen und dabei ein gutes Gefühl haben. JüP