Stehend von links nach rechts: Peter Specht, Thomas Rötsch (Leitung), Marcus-Michael Griese, Edmund Möller, Klaus Theodor Jaeger (stellv. Leitung)
sitzend: Irmtraud Lichtenthäler, Wolfgang Gasior

AKF feierte Geburtstag: Erinnerungen an die ersten Stunden

Zur Geburtstagssendung anlässlich des 30jährigen Bestehens hatten Augusta Krankenhausfunk und-fernsehen (AKF) geladen - und viele waren gekommen, um den großen Tag mit zu feiern.

Von 10 bis 16 Uhr wurde aus dem Studio und der Kapelle gesendet: Der „Gründungsvater“ Pfarrer Hartwig Burgdörfer erzählte von der Entstehung des Funks, der 1982 in der ehemaligen Sakristei der Kapelle sein Studio einrichtete, am 10. 04.1982 zum ersten Mal auf Sendung ging, sich 1987 um den Fernsehbereich erweiterte, da das Kabelfernsehen den Hörfunkkanal verdrängte und von den kleinen und großen Problemen mit der Technik. Zwei weitere ehemalige Mitarbeiter der ersten Jahre, die ebenfalls von Irmtraud Lichtenthäler in der Kapelle interviewt wurden, konnten diese Erzählungen mit weiteren Anekdoten ergänzen.

Weitere Interviewgäste waren die evangelische Krankenhauspfarrerin Martina Haeseler, und die Leiterin der  EKH (Evangelische Krankenhaushilfe), Helga Rosenberg, die über die Arbeit der Seelsorge und der EKH, zu der auch der AKF gehört, im Augusta berichteten.

Zum Abschluss der Gesprächsrunden kamen die dienstältesten Mitarbeiter zu Wort: Thomas Rötsch (28 Dienstjahre, Moderator und Leiter des Funks), Irmtraud Lichtenthäler (26 Dienstjahre und Moderatorin), sowie Wolfgang Gasior (19 Dienstjahre, Moderator und technischer Leiter). Sie sprachen zur Frage der Zukunft des Senders und zu den aktuell geplanten Neuerungen.

Im Jahr des 30jährigen Bestehens gibt es am 30. Juni noch eine Feier, zu der bereits mehrere Chöre und Gruppen eingeladen wurden. Die größte Neuerung ist für den 1. Juli geplant: Von diesem Tag an soll rund um die Uhr gesendet werden. Am Anfang 22 Stunden „Musik nonstop“ und 2 Stunden täglich moderiert, was aber sukzessive mit Reportagen und Berichten aus dem Haus und dem Gesundheitswesen angereichert werden soll.

Möglich macht dies der „Kollege Computer“ mit einer Profi-Software (mAirList), die auch von bekannten Radio-Stationen und anderen Krankenhausfunks benutzt wird. Die gesamte sechsstündige Sendung wurde mit Hilfe dieses Programms „gefahren“ und von den  „alten Hasen“ mit den Worten: „Ach, wenn wir das damals auch schon gehabt hätten“ für gut befunden. Wehmut kam auch auf, wenn die Lieder der ersten Sendestunden, auf Mausklick gestartet, noch einmal zu hören waren.

Wie oft die Frage „Weißt du noch?“ in diesen sechs Stunden gestellt wurde, hat leider niemand mitgezählt, aber die Antworten endeten mal mit einem lachenden, mal mit einem tränenfeuchten Auge. Aber immer mit etwas Wehmut.

Auch Zuschauer/Zuhörer und Gäste im Studio kamen auf ihre Kosten: Musikwünsche wurden auch per Telefon angenommen und innerhalb kürzester Zeit erfüllt, weil das Suchen in Karteikarten und Schallplatten schon lange entfällt: Der Computer ist eben zeitlich unschlagbar. Zwei Telefoninterviewpartnern, natürlich „Live ON AIR“, konnte ihr Musikwunsch direkt im Anschluss an das Gespräch gespielt werden.

Insgesamt waren für die 360 Minuten Sendezeit geradezu bescheidene acht Mitarbeiter tätig. Wenn man bedenkt, wie viel Personal dagegen für eine 90minütige Fußball-Übertragung benötigt wird. Und so wollen sie auch die nächsten dreißig Jahre bleiben, die Mitarbeiter vom Augusta-Krankenhaus Funk und Fernsehen: Bescheiden, aber motiviert.