Geschäftsführer Ulrich Froese erklärt
Mitgliedern der Kortum-Gesellschaft die Augusta-Kunst

Einen wunderschönen Sonntagnachmittag hatten sie sich für ihren Besuch im Augusta ausgesucht, die Mitglieder der Kortum-Gesellschaft. Geschäftsführer Ulrich Froese begrüßte die Kunstinteressierten bei strahlendem Sonnenschein vor dem Haupteingang der Klinik. Theo Redelings, der Zweite Vorsitzende, hatte sich bedankt für die Einladung und ließ durchblicken, dass er höchst erstaunt sei, dass es hier so außerordentlich viele Kunstwerke gebe.

"Das muss aber gerade heute auch einiges sein", sagte er lachend, "denn ich habe gerade dafür das Stadion verlassen." Redelings hatte auf das Spiel des VfL gegen den MSV Duisburg schweren Herzens in der Halbzeitpause verzichtet, um seinem Kunstinteresse zu frönen.

Aber der Mann wurde natürlich nicht enttäuscht, obwohl er nicht einmal alles zu sehen bekam, was die Augusta Kliniken an Kunstobjekten und Bildern zu bieten haben. "Um alles zu sehen", hatte Ulrich Froese schon zu Beginn gesagt, "brauchen wir viel mehr Zeit." Er regte gleich an, dafür einen weiteren Termin zu machen, bevor man in die erste Etage hinaufging, um dort die Führung zu beginnen. Dort sind einige Bilder des Südafrikaners Johan Louw zu sehen, der nicht nur in seiner Heimat zu den gefragten Künstlern zählt. "Seine Werke" so Froese, "hängen inzwischen auch in New York."

Die Gruppe ging dann weiter durchs Haus, besuchte das fotografische Werk von Hartmut Neumann auf der Station W44. Der Kölner Künstler, der eigentlich sonst nur malt, hat nach der Einweihung der Station sein phantasievolles Bild selbst aufgehängt. Weiter ging es vorbei am "Glockentum" des Überlinger Plastikers Jochen Schimpfle-Andresen (neben der alten Kapelle) und an seinem "Läufer". Paul Wunderlichs Majestäten - "König und Königin" - Anatol Herzfelds Familie im Augusta-Park sowie die Findlinge Kain und Abel durften bei der Führung natürlich nicht fehlen, die sich längst zusätzlich auch zu einer Medizin-Informations-Veranstaltung entwickelt hatte

"Die Gäste waren auch an medizinischen Inhalten sehr interessiert", sagt Monika Borggrebe, Assistentin der Geschäftsführung. "Die waren begeistert von unserer Kunst, von unserem Park - aber auch vom Betrieb selbst."

Die Führung endete dann so, wie sie begonnen hatte: Mit südafrikanischer "Augusta-Kunst", die ja auch schon bei der viel beachteten Ausstellung "New Identities" im Museum zu sehen war. Das Bild von Lionel Smit im neuen Besprechungsraum der Verwaltung fand viel Beifall, aber auch das Werk von Velphi Mzimba im Mammadiagnostischen Institut. Drei Stunden war die Gruppe unterwegs, aber Langeweile gab es ebenso wenig wie eine Woche zuvor, als die Ruhrgalerie im Augusta zu Gast war.

Am Ende war Theo Redelings übrigens mehr als versöhnt: Er hat in der Augusta Klinik eine Menge tolle Werke gesehen - und auch "sein" VfL Bochum hatte in allerletzter Sekunde noch einen Sieg gegen den MSV Duisburg "eingefahren".