Augusta-Akademie: Altenpflege-Examen gilt für Europa

Auch die ersten Schüler des Johanneswerks waren unter den 47 „Neuen“, die an der Augusta-Akademie der Evangelischen Stiftung Augusta (Bochum/Hattingen) am 1. September mit ihrer Ausbildung zum staatlich anerkannten Altenpfleger (m/w) begonnen haben. Erst kürzlich hatten Johanneswerk und Stiftung einen Kooperationsvertrag unterzeichnet.

Deshalb begrüßten nicht nur Uwe Machleit als Fachseminarleiter sowie Bettina Laduga und Beate Siebert als Fachlehrerinnen für Pflegeberufe die neuen Schüler, sondern auch Gregor Hollenstein. Der Regionalgeschäftsführer des Evangelischen Johanneswerkes war eigens gekommen, um seinen Mitarbeitern „Glück auf den Weg“ zu wünschen.

Hollenstein war für seine 14 Schüler und Schülerinnen gekommen , beglückwünschte aber auch alle anderen angehenden Altenpfleger und betonte: „Dieser Beruf ist in der Gesellschaft sehr anerkannt und wird im Hinblick auf den demografischen Wandel in der Zukunft noch viel wichtiger.“

34 Frauen und 13 Männer im Alter zwischen 17 und 50 Jahren haben sich für diese dreijährige, duale Ausbildung entschieden, die sich in theoretische Unterrichtsblöcke (2.100 Stunden) und berufspraktische Ausbildungsblöcke (2.500 Stunden) gliedert. Die praktischen Ausbildungsinhalte werden in der stationären und ambulanten Altenhilfe sowie in den gerontopsychatrischen und geriatrischen Fachabteilungen in Krankenhäusern der Evangelischen Stiftung Augusta vermittelt.

Viele Schüler kommen nicht nur aus den benachbarten Städten nach Bochum-Linden, sondern nehmen sogar Anfahrten bis nach Lünen, Hagen und Köln in Kauf.

Der großen Andrang auf die Ausbildung lässt die Akademie-Chefs neu planen. Ausbildungsbeginn wird zukünftig an zwei Terminen im April und September sein. „Dies sei aus organisatorischen Gründen sinnvoll - und zur die Sicherung der hohen Ausbildungsqualität. Der Abschluss zum staatlich anerkannten Altenpfleger wird nicht nur in Deutschland sondern in der ganzen EU anerkannt.

Neue OTAs starten an der Augusta-Akademie

Ein noch recht neuer, dennoch gefragter Berufszweig im Gesundheitswesen sind die Operationstechnischen Assistenten  (OTA). Auch 24 neue Auszubildende für diesen Fachlehrgang begrüßten Uwe Machleit und Annette Hipler, Pflegepädagogin und Fachleitung an der Akademie.

OTAs übernehmen Aufgaben von Pflegekräften im Krankenhaus-OP. Der Weg dorthin ist allerdings ein langer. „Die Ausbildung“, so Diplom-Psychologe Uwe Machleit, „dauert drei Jahre und umfasst mindestens 1.700 Stunden Theorie und 3.400 Stunden Praxis.“ Sie erfolgt dabei konsequent auf Grundlage der Empfehlungen der Deutschen Krankenhausgesellschaft. Die Praxis sammeln die Teilnehmer auf den Stationen, in den Notaufnahmen und Ambulanzen sowie den verschiedenen OP-Abteilungen, Endoskopien und Zentralsterilisationen der Augusta Kliniken in Bochum und des Evangelischen Krankenhauses in Hattingen.

Die zwischen 18 und 25 Jahren alten Frauen und Männer kommen zum einen natürlich aus den Kliniken der Evangelischen Stiftung Augusta in Bochum und Hattingen, aber auch aus Witten, Hagen, Dortmund, Herne, Gelsenkirchen, Castrop-Rauxel - und sogar aus Attendorn.

Für die Ausbildung müssen haben die Teilnehmer eine Mindestzugangsvoraussetzung erfüllen: Hauptschulabschluss zusammen mit einer abgeschlossenen Ausbildung, Fachoberschulreife oder eine Ausbildung zum Krankenpflegehelfer sind Bedingung. Alternativ gilt auch eine abgeschlossene Ausbildung von mindestens einjähriger Dauer in der Krankenpflege oder Altenpflegehilfe als Einstiegsvoraussetzung.

„Freuen können sich die Auszubildenden bereits jetzt“, so Annette Hipler, „denn nach ihrem Abschluss dürften sie schnell eine Festanstellung finden, da überall händeringend OTA’s gesucht werden.“ Ihnen werde zurzeit schon fast der berühmte „rote Teppich“ ausgerollt.