MC-Schüler schauen sich im Augusta um

Wie sehen eigentlich Bakterien unter dem Mikroskop aus? Wie funktioniert die Rohrpost, und was genau passiert mit dem Blut, das den Patienten bei der Aufnahme ins Krankenhaus entnommen wird? Rund 100 Schüler der Jahrgangsstufe 9 der Matthias-Claudius-Schule (MCS) wissen jetzt mehr, denn sie durften sich  in der Augusta-Kranken-Anstalt an der Bergstraße umsehen und Einblicke in Pflege, Medizin und Krankenhaustechnik gewinnen.

Es war nicht die erste MCS-Gruppe, die sich im Augusta einfand, um die im Frühjahr besiegelte Kooperation mit Leben zu füllen: Bereits Anfang Oktober wuselten Schüler durch die Krankenhausflure – und im November kommt wieder eine „Hundertschaft“.

Berufsvorbereitung ist das Thema. Und  im Augusta gibt es – neben den Ärzten und den Pflegekräften – jede Menge verschiedene Berufe. Das lernten die Gäste schon am frühen Morgen, nachdem Ausbildungsbeauftragte Annegret Hintz-Düppe sie in der Aula begrüßt hatte. Eva Schöpper (Controlling), Anästhesist Dr. Thorsten Schleifer und Stationsleiterin Petra Giannis führten die Schüler in die Funktionsweise eines Krankenhauses ein. An Beispielen, in Vorträgen und Gesprächen arbeitete man heraus, wie wichtig Kenntnisse in Erster Hilfe für den Alltag sind und ob Pflegeberufe auch Berufe für’s Leben sind.

MCS-Schulkoordinator  Holger Jeppel teilte die jungen Leute in Gruppen ein, die dann den Rundgang durchs Haus, den eigentlichen Blick hinter die Kulissen begannen. Die Klassenlehrer Annette Gründer, Magdalena Handke-Kersting, Lars Schädle und Birgit Thiel waren mit unterwegs in den einzelnen Fachabteilungen wie OP, Endoskopie, Röntgen, Küche, Wäscherei, Labor, Kapelle und den Technikräumen.

Christiane Tillmann zeigte im Labor die Arbeit mit Blutproben und im Mikrobiologischen Labor betrachteten die Jungen und Mädchen unter Anleitung von Christiane Tommek selbst Bakterien unter dem Mikroskop. Medizintechniker  Mark Romanski demonstrierte die Funktionsweise einer Infusionspumpe, Stationsleiterin Claudia Jöhring erzählte informative Geschichten aus ihrem Arbeitsalltag, und Architekt Stephan Herget schließlich begeisterte mit der Rohrpost und vor allem den von vielen Besuchern bestaunten „Transportrobotern“, die unter anderem die schweren Essenwagen durchs Haus fahren.

Zum Abschluss eines ebenso lehrreichen wie anstrengenden Vormittages kredenzten Chef de Cuisine Ralf Meyer und sein Küchenteam den Schülern in der Cafeteria noch ein leckeres Mittagessen. „Dass man im Krankenhaus so lecker essen kann“, staunte einer der jungen Besucher, „hätte ich nicht gedacht.“