Atemwegs- und Lungenentzündungen: Kompetenz in Bochum

Es ist bald wieder Herbst, und mit dem Herbst beginnt wie jedes Jahr die Saison der Infektionen der Atemwege und der Lunge, von der Bronchitis bis zur Lungenentzündung.

Eigentlich braucht einem nicht bange zu sein: Infektionen der Atemwege und der Lunge sind gut behandelbar. Allerdings ist eine hohe Expertise notwendig, diese auch in ihren Risiken richtig einzuschätzen und die richtige Therapie zu veranlassen.

Wer kann ambulant behandelt werden? Wer muss stationär aufgenommen werden? Wer muss gar besonders überwacht werden auf der Intensivstation? Ist ein Antibiotikum angezeigt? Wenn ja, welches Antibiotikum ? Wie lange muss behandelt werden? Was ist zu tun, wenn die Symptome nicht besser werden? Gibt es Besonderheiten bei bestimmten Personengruppen, die in Diagnostik und Therapie zu beachten sind? Viele Infektionen im Bereich von Atemwegen und Lunge sind therapeutisch gesehen das Einfache, das schwer zu machen ist.

Diese Fülle von Fragen immer richtig zu beantworten, dazu sind von international anerkannten Experten Leitlinien zur Diagnostik und Therapie der Bronchitis und Lungenentzündung entwickelt worden. Es gibt internationale Leitlinien, die generelle Prinzipien  der Behandlung beschreiben, dazu deutsche Leitlinien, die diese Prinzipien für die Besonderheiten in unserem Bereich in Deutschland konkretisieren.

Vielleicht ist gar nicht so bekannt, dass einer dieser Experten in Bochum arbeitet. Prof. Dr. Santiago Ewig, Chefarzt der Kliniken für Pneumologie und Infektiologie im Throaxzentrum Ruhrgebiet, Augusta-Kranken-Anstalt Bochum und EVK Herne) ist als international anerkannter Forscher auf dem Gebiet der Atemwegs- und Lungenentzündungen Mitautor sowohl der entsprechenden europäischen als auch der deutschen Leitlinie. Diese wird alle drei bis vier Jahre aktualisiert und neu aufgelegt. Gerade diese Woche ist die Aktualisierung der europäischen Leitlinie erfolgt und in einem international hoch anerkannten Fachjournal erschienen.

Und was empfiehlt Prof. Dr. Santiago Ewig zur Vorbeugung? „Allgemeinmaßnahmen wie ausgewogene Ernährung, körperliche Bewegung, Verzicht auf das Rauchen, Vermeidung übermässigen Stresses. Dazu: Impfungen gegen Influenzaviren zur Vorbeugung gegen das Virus  und Pneumokokken, den häufigsten Erreger der bakteriellen Lungenentzündung. Dazu bei erhöhtem Risiko (z.B. Herz-Kreislauferkrankungen,  chronisch-obstruktive Lungenerkrankung (COPD), Diabetes) frühzeitige Vorstellung beim behandelnden Arzt gleich nach Symptombeginn.“