Dem Burnout entgehen

Um die Vermeidung von Burnout ging es bei einer Info-Veranstaltung für Mitarbeiter des Evangelischen Krankenhauses. Beispiele aus der Presse rücken das Thema ins Bewusstsein der Menschen.

Kirsten Fahrenkrog (56), Burnoutberaterin und Heilpraktikerin, erklärte: “Mit dem Begriff Burnout ist zunächst ein Zustand des Ausgebranntseins und der totalen geistigen und emotionalen Erschöpfung gemeint. Im Endzustand kann dies zu Depression bis hin zu Selbstmord führen.“

Betroffen sind dabei Menschen aller Berufsgruppen, aber auch Menschen, die gar nicht berufstätig sind, wie Studenten und Arbeitslose. Denn Auslöser sind neben beruflicher Überlastung auch Faktoren wie ständige Frustration, Nichtereichen von Zielen und zu hohe persönliche Erwartungen an die eigene Leistung.

Der typische Verlauf eines Burnouts lässt sich in mehrere Phasen aufteilen, wobei die auftretenden Symptome nicht zwingend in einer bestimmten Reihenfolge verlaufen müssen und sogar gegensätzlich sein können. Wer zunächst idealistisch begeistert ist, kann schon kurz darauf mit Rückzug reagieren, im Extremfall mit Verzweiflung bis zu Depression und Suizid.

„Um dem entgegenzuwirken“, so die Referentin, „muss zunächst grundsätzlich betont werden, dass der regelmäßige Wechsel zwischen Anspannung und Entspannung zum natürlichen und gesunden Lebensrhythmus des Menschen gehört. Auch kann es nicht Ziel sein, sämtliche Belastungen zu vermeiden.“

Fahrenkrog bezog das Auditorium ein, forderte regelrecht zum Mitmachen auf – und die Zuhörer gestalteten die Diskussion aktiv mit. Auch, als die Referentin anschließend die verschiedenen Ansätze zur Vermeidung und Vorbeugung eines Burnout erörterte.

In einer abschließenden Diskussion waren sich die Teilnehmer schnell einig, dass die Fortbildung den Zuhörer gut einbezogen und erreicht hat. Dieses Thema – da war man sich einig – sollte von den Teilnehmern auch mit anderen Berufsgruppen im Krankenhaus diskutiert werden.

Die Symptome:
• Idealistische Begeisterung, vermehrtes Engagement und Hyperaktivität
• Reduziertes Engagement, Rückzug von Problemen und Zynismus
• Emotionale Reaktion mit Schuldzuweisung in Richtung Depression oder Aggression
• Abbau der Leistungsfähigkeit, Motivation und Kreativität
• Verflachung, Desinteresse, Gleichgültigkeit von Sozialkontakten und Interessen
• Psychosomatische Reaktionen wie Angstzustände, Kopf- und Gliederschmerzen
• Verzweiflung bis zur Depression und Suizid

Wie kann man Burnout vermeiden:
• Ursachenfeststellung
• Reduzierung belastender Faktoren
• Veränderung persönlicher Einstellungen und Überprüfung der Erwartungen
• Veränderung eigener Verhaltensweisen und Änderung der Lebensführung
• Einführung eines Zeitmanagements
• Umstellung der Ernährungsgewohnheiten
• Erlernen und regelmäßige Anwendung von Entspannungstechniken und Meditationen
• Sport der Spaß macht
• Aufrechterhaltung und Ausbau von Sozialkontakten
• Professionelle Hilfe