EvK-Chefärzte informierten beim Hattinger Gesundheitstag

Über die große Bandbreite der medizinischen Versorgung und die sehr guten Gesundheitsangebote in Hattingen referierten gleich vier leitende Mitarbeiter des Evangelischen Krankenhauses Hattingen (EvK) und trugen mit ihren Vorträgen dazu bei, dass auch die zehnte Auflage des Hattinger Gesundheitstages unter dem Motto „Medizin in Hattingen“ ein voller Erfolg wurde.

Professor Dr. Andreas Tromm, Chefarzt der Klinik für Innere Medizin am EvK, berichtete über die Notwendigkeit der Vorsorge beim Darmkrebs. Am EvK werden inzwischen circa 4.500 Koloskopien (Darmspiegelungen) im Jahr durchgeführt. Die Darmspiegelung als Vorsorge wird von den Krankenkassen ab dem 55. Lebensjahr übernommen und ist so zu bewerten wie der TÜV beim Auto: Sie soll auch dann durchgeführt werden, wenn keine Beschwerden oder gar Schmerzen vorhanden sind. Denn grundsätzlich gilt: Je eher ein Krebs entdeckt wird, umso höher ist die Wahrscheinlichkeit, wieder gesund zu werden.

Um das Thema „Abnehmen - und wie halte ich mein reduziertes Gewicht“ ging es in der lebhaften Präsentation von Dr. Helfried Waleczek, Chefarzt der Klinik für Chirurgie im EvK. Er informierte über alle Aspekte rund um die Bereiche Esssucht, Body Mass Index (BMI), Schlauchmagen und Magenbypass.

Unterstützt wurde er durch den Erfahrungsbericht eines seiner Patienten. Dirk Hagemann erzählte, dass er im Januar 2011 einen Schlauchmagen bekommen und bis heute schon 34 Kilogramm abgenommen hat. Wie Abnehmen auch ohne Operation funktioniert, erzählte Andrea Steinbach. Sie hat inzwischen über 40 Kilogramm verloren. Um Nachhaltigkeit zu erreichen, hat sie die Selbsthilfegruppe „Lebensleicht“ gegründet, die übrigens jeden Mittwochabend ins Café Sprungbrett zum Treffen einlädt.

Über Voraussetzungen und Ausbildungsinhalte des doch noch recht neuen Berufsbildes „Gesundheits- und Krankenpfleger“ informierte Beatrix Sommer. Sie ist stellvertretende Schulleiterin der zentralen Ausbildungsstätte für Krankenpflegeberufe der Evangelischen Stiftung Augusta mit Sitz am  EvK. Der Vortrag stieß auf großes Interesse der Besucher des gesundheitstages.

Dr. Karl Schuhmann, Chefarzt der Klinik für Plastische Chirurgie, Handchirurgie und Sportmedizin am EvK referierte über degenerative Erkrankungen (Arthrose, Rheuma) der Hand und ihre Behandlungsmöglichkeiten. In der Diskussion mit Betroffenen wurde deutlich, dass für die erfolgreiche Behandlung von Handfunktionsstörungen eine Operation nicht zu lange hinausgezögert werden sollte.

Mit einer abschließenden Podiumsdiskussion zu den Schwerpunktthemen Versorgung von Kindern, demografischer Wandel und Problematik der neuen Notrufnummer in Hattingen beendeten die Experten auf dem Podium den zehnten Gesundheitstag. Pfarrer Udo Polenske, WAZ-Lokalchef Ulrich Laibacher und Prof. Tromm  saßen u.a. auf dem Podium.