Kreuz-Weg beginnt am Evangelischen Krankenhaus Hattingen

Eine auffällige, drei Meter hohe, orange-farbige Kreuzplastik fällt seit Aschermittwoch den Besuchern des Evangelischen Krankenhauses Hattingen (EvK) ebenso ins Auge wie den Passanten auf der Bredenscheider Straße: Der Hattinger Künstler Holger Vockert stellte das weithin sichtbare Objekt im Einfahrtsbereich  des EvK auf.

Pfarrer Frank Bottenberg von der evangelischen St.-Georgs-Kirchengemeinde erklärt, dass das markante Kreuz am EvK den Beginn eines Kreuz-Weges symbolisiert. Bis Ostern, so der Mitinitiator der Aktion, wird es an insgesamt sieben verschiedenen Orten in Hattingen und Umgebung zu sehen sein.

Das 80 Kilogramm schwere Objekt bleibt bis zum kommenden Mittwoch am EvK und soll aufmerksam machen auf die große Zahl kranker Menschen, die uns im Leben begegnen und immer präsent sind. Das (fragwürdige) Ideal vom stets gesunden Menschen, bzw. die (Un-)Fähigkeit, über Krankheit, Tod und Trauer zu reden, schwingen mit. Vockert setzt diesen Spannungsbogen mit dem bei Material und Gestaltung schlichten, unaufdringlichen und übermannshohen Holzkreuz um.

„Durch seinen spezifischen „Knick“ im Längsbalken“, so der 50jährige, „weist es klar darauf hin, dass es ein Kreuz ist, an dem ein Mensch leidet und stirbt. Das leuchtende Orange steht dazu im Kontrast: Das sei keine Farbe, die man für ein Kreuz erwartet, aber mit Signalwirkung: Wer bisher meinte, mit dem Kreuz fertig zu sein, sehe neu hin.“

In der Karwoche wird das Kreuz schließlich auf dem St.-Georgs-Kirchplatz zu finden sein - und zwar ganz bewusst nicht in der Kirche, sondern draußen, bei den Menschen in ihrem Alltag.