Prostatakrebs: Hochrisikopatienten schon 20 Jahre vorher erkennen

Eine Chemotherapie mit Tabletten - in Kombination mit Bestrahlung und Operation – ist die neue Standardtherapie bei bestimmten Formen von Dickdarmkrebs. Dies referierten Experten in der Gastronomie im Stadtpark bei der seit 12 Jahren stattfindenden Nachlese zum weltgrößten Krebskongress. „Drei Jahre nach Therapieende“, so Augusta-Chefonkologe Prof. Dr. Dirk Behringer, „hat die neue Therapieform des Dickdarmkrebses zu einer deutlich höheren Zahl tumorfreier Patienten geführt. Mit einer Tendenz zur Verbesserung des Gesamtüberlebens.“

Auf Einladung des Onkologischen Zentrums der Augusta Kliniken hörten (und diskutierten) Mediziner aus der Region die Ergebnisse des amerikanischen Kongresses. An vielen Studien, die beim Kongress und im Stadtpark diskutiert wurden, nimmt die Augusta-Onkologie teil. 

Eine neue Studie hat gezeigt, so die Mediziner, dass die frühzeitige Bestimmung des PSA-Wertes (prostataspezifisches Antigen) bei 45- bis 50jährigen Männern in der Prostatakrebsvorsorge bereits Hochrisikopatienten für eine Erkrankung in 20 bis 30 Jahren identifizieren kann.  

Das Lungenkarzinom gehört weiter zu den häufigsten Krebserkrankungen und fordert nach wie vor die meisten Krebstodesfälle weltweit. In den letzten Jahren hat die Entwicklung neuer Substanzen jedoch zu einer erheblichen Verbesserung der Therapiemöglichkeiten geführt.

Beim Magenkrebs hat sich in Europa ein „Sandwichverfahren“ durchgesetzt, bei dem vor und nach der Operation eine Chemotherapie eingesetzt wird. Durch dieses Verfahren kann der operative Erfolg um 15 Prozent gesteigert werden.