Bürgermeisterin Dr. Goch besucht die Krankenpflegeschule

Im Rahmen des "Ausbildungsendspurts" in Hattingen gab es prominenten Besuch in der Krankenpflegeschule (KPS) der Evangelischen Stiftung Augusta am Evangelischen Krankenhaus (EvK): Bürgermeisterin Dr. Dagmar Goch und Regina Böhm, die Hattinger Geschäftsstellenleiterin der Arbeitsagentur schauten sich um und informierten sich vor Ort darüber, was die jungen Leute in der KPS so alles lernen.

Dr. Goch und Regina Böhm ließen sich von Schülerin Hannah Trebstein "pieksen", um einen Zuckertest zu machen, der natürlich zur Zufriedenheitaller verlief. Herr Serres von der städtischen Wirtschaftsförderung, der die Damen begleitet hatte, ließ sich den Blutdruck messen. Man lernte viel darüber, wie eine Infusion vorbereitet wird und wie Patienten gelagert werden. Die jungen Damen zeigten auch, wie körperlich schwache oder sogar gelähmte  Menschen mit pfiffiger Technik aus dem Bett auf einen Stuhl oder in einen Rollstuhl gehievt werden.

Silvia Ballein und Beatrix Sommer von der KPS nahmen den Besuch in Empfang, und auch Ulrich Froese war gekommen. "Ausbildung ist bei uns ein ganz zentrales Thema", sagte der Geschäftsführer in einer ersten Gesprächsrunde. Im EvK werden viele Menschen in sehr vielen Berufen ausgebildet. EDV, verschiedene Handwerksbereiche, kaufmännische Berufe und natürlich die Gesundheitsbereiche mit ihren unterschiedlichen Berufsformen werden ausgebildet. In der KPS gibt es in einem Drei-Jahres-Zeitraum allein 100 Ausbildungsplätze, die, so Silvia Ballein, "außerordentlich gefragt sind."

"Gute und engagierte Mitarbeiter sind unser Kapital, sogar unser Lebenselixir", sagte Ulrich Froese. "An allen unseren Standorten haben wir insgesamt etwa 400 Ausbildungsplätze." Einer der größten,wenn nicht der größte Hattinger Ausbildungsbetrieb, das hatte Regina Böhm zuvor bereits festgestellt, ist das EvK ohnehin. Das Haus betreut im Übrigen inzwischen mehr als 50 Prozent Patienten, die nicht aus Hattingen kommen. "Die Plastische Chirurgie, unsere Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie sowie unsere Neurologische Komplementärmedizin bedienen einen sehr großen Umkreis."

Das der Wegfall von Zivildienstleistenden wird nicht nur im Evangelischen Krankenhaus schmerzhaft registriert. Der neue Freiwilligendienstmuss sich erst noch durchsetzen. Viele gut ausgebildete Mitarbeiter kommen glücklicherweise aus der eigenen "Nachwuchs-Schmiede". Sowohl im Krankenpflegebereich, der heute "Gesundheits- und Krankenpflege" heißt, als auch in der Altenpflege. "Wir freuen uns", so Froese, "dass sich die weiblichen und männlichen Mitarbeiter bei uns offenbar sehr wohl fühlen."