Infoabend zur Patientenverfügung: Aula total überfüllt

Das war eine Veranstaltung so recht nach dem Geschmack eines Veranstalters. Das Ethikforum der Augusta-Kranken-Anstalt erläuterte interessierten Besuchern am 17. Januar 2010, welchen Nutzen Patientenverfügung, Vorsorgevollmacht und Betreuungsverfügung in der Praxis haben. Der wichtige Themenkomplex wurde vorgestellt anhand der neuen Patientenverfügung der Evangelischen Stiftung Augusta. Über 100 Menschen lauschten im Saal und vor der weit geöffneten Tür den Ausführungen der Fachleute auf dem Podium. Dr. Olaf Hagen, Chefarzt der Geriatrie, gehörte dazu Rechtsanwalt Arno Hilgenstock, Christiane Wähner, Chefärztin der Gerontopsychiatrie, die Seelsorger Betthold Bönig und Martina Häseler  - und natürlich Annegret Hintz-Düppe, die federführend an der Erstellung der neuen Patientenverfügung der Stiftung beteiligt war.

"Ich habe selten eine so große Gruppe von Menschen so still gesehen", freute sich Pflegedirektorin Annegret Hintz-Düppe über das Interesse der Anwesenden.  Andere freuten sich über eine prall gefüllte Aula, die aus allen Nähten platzte. "Als ich die Aula im Institutsgebäude um halb fünf aufschließen wollte, musste ich mich bereits durch eine größere Menge Menschen 'hindurchwühlen', die vor der Tür wartete." Schließlich seien sicher 30 Interessenten wieder gegangen, schätzte Hintz-Düppe, "weil es - für uns alle überraschend - so enorm voll war." Aber auch interessierte Mitarbeiter der Stiftung verzichteten an diesem Abend auf's Zuhören: Sie gingen nach Hause, um den interessierten Besuchern ihre Plätze zur Verfügung zu stellen. Sie alle tröstete die Ankündigung, dass eine weitere Veranstaltung zur Patientenverfügung in Planung ist.