Die erste Augusta-„Bufdi“ kommt von der Nordseeküste

„Zivis“ gibt es nicht mehr. Jetzt kommen die Helferinnen und Helfer vom neuen Bundesfreiwilligendienst - und heißen schon, liebevoll abgekürzt, Bufdis. Und die Neuen nehmen sogar ganz lange Wege in Kauf, um in der Bochumer Augusta-Kranken-Anstalt tätig werden zu können: Annika Pantförder jedenfalls dürfte die Helferin sein, die theoretisch den weitesten Anfahrtsweg hätte: Die 19jährige ist von der Nordseeküste nach Bochum gezogen, weil sie unbedingt im Augusta arbeiten wollte.

„Ich komme aus Brake bei Bremerhaven“, sagt sie, „und habe mich nach zahlreichen Bewerbungsgesprächen für die Bochumer Klinik entschieden. Das Haus machte den besten Eindruck und ich freue mich auf die Arbeit hier.“ Zunächst hilft sie in der Verwaltung. Ihre Freundin Lea Bärwinkel hat sie aus dem fernen Brake übrigens gleich mit nach Bochum gebracht. Die arbeitet allerdings nicht im Augusta.

12 Monate wollen Annika und ihr Kollege Tim Antenbrink im Krankenhaus arbeiten. Der 20jährige ist Goethe-Abiturient und hatte es bei seiner Entscheidung etwas einfacher. „Für mich war gleich klar, in welchem Haus ich meinen freiwilligen Dienst antreten werde“, so lacht er. Tims erster Tag war gleich ein besonderer: Sein Geburtstag.

Tim war an diesem Tag in der Onkologie eingesetzt. Er braucht, so sagt er, noch Zeit, um sich beruflich zu orientieren. Klar ist allerdings, dass er in den medizinischen Bereich gehen möchte. Annika Pantförder weiß ganz präzise, wohin ihr Weg führen wird. „Ich will unbedingt Medizin studieren und überbrücke die Wartezeit bis ich einen Studienplatz habe mit etwas Sinnvollem.“

Es stehen im Übrigen noch einige Bufdi-Stellen zur Verfügung. Interessierte können sich in der Personalabteilung (Telefon: 0234-517-1206) der Augusta Kliniken melden.