Neue Zentralsterilisation - Pressegespräch

In den Räumen der ehemaligen Bettenzentrale wurde die Zentralsterilisation neu eingerichtet mit einem Investitionsvolumen von 2,5 Mio. Euro. Besonders erwähnenswert ist die Kombination, das Einbeziehen der endoskopischen Aufbereitung in die Zentralsterilisation.

Während bis dato und sicherlich an vielen anderen Stellen die Aufbereitung in den jeweiligen Abteilungen, Gynäkologie, Urologie, Chirurgie, Gastroenterologie, Bronchologie, erfolgt, haben wir dieses an einer Stelle zentriert. Eine Entwicklung, die sicherlich bald allgemeiner Standard sein wird, jedoch verbunden mit außerordentlich hohen Kosten. Die immer komplexeren Methoden in den operativen Fächern, bis hin zum OP-Roboter daVinci, machen die Aufbereitung, d.h. reinigen und sterilisieren von Gerätschaften immer wichtiger.

Das gesamte operative Equipment einschl. der Endoskope hat ein Investitionsvolumen von 8,0 Mio. Euro. Es sind OP-Bestecke, Siebe, Bronchoskope, Gastroskope, Koloskope,
OP-Hände des Roboters, Gerätschaften, die bis an die 50.000 Euro kosten und letztendlich ein gutes, schnelleres und modernes Versorgen der Patienten bedeutet. Das ist Fortschritt der Medizin, die ihren Preis hat, insbesondere in der Sorgfalt der Aufbereitung. Die Fragen der Hygiene stehen hier an oberster Stelle. Man vermutet, dass ein Großteil der Krankenhausinfektionen über die Geräte an die Patienten kommen, insoweit sind die Investitionen hier außerordentlich wichtig und bedeuten einen Meilenstein in der Erhöhung des Standards. Genauso wichtig wie die Händehygiene, das Desinfizieren der Hände. So haben wir auch im Eingangsbereich zwei Spender stehen für Besucher. Es wäre gut, wenn sie jeder nutzen würde.

Die Zentralsterilisation entspricht den baulichen Anforderungen an einen OP. Es gibt drei verschiedene Zonen, die auch luftdrucktechnisch voneinander getrennt sind. Eine unsaubere Zone, eine saubere und eine sterile Zone. Die Geräte wandern durch diese verschiedenen Zonen und werden zum Abschluss verpackt, sterilisiert und kommen in verschlossenen Wagen, die dann mit den Transportrobotern in die Einrichtungen gefahren werden. Insgesamt sind in der Zentralsterilisation 9 Mitarbeiter beschäftigt. Die Geräte sind voll automatisiert, sie protokollieren jegliches Ereignis, überprüfen die zu reinigenden Geräte, sie werden angeschlossen, dadurch werden wird auch Reparaturbedarf und Fehler gesehen, die sonst nicht erkannt würden. Ein wichtiger Schritt zur Qualitätsverbesserung.

Ulrich Froese, Geschäftsführer

Rainer Tiemann, Medizintechnik