Heinrich Henkst: Ruhestand - und doch nicht

Im Studium ist Heinrich Henkst viel herumgekommen. Danach wurde es ruhiger für ihn. In den letzten 15 Jahren seines Berufslebens war der sympathische katholische Seelsorger nur noch an der Augusta-Kranken-Anstalt tätig. Nachdem Ende letzten Jahres bereits sein langjähriger evangelischer Weggefährte Hartwig Burgdörfer den Dienst quittierte, verabschiedete sich nun auch Henkst offiziell in den Ruhestand.

Im Rahmen eines Gottesdienstes (natürlich) nahm Heinrich Henkst Abschied vom Augusta, von den Offiziellen des Hauses ebenso wie von den zahlreiche ehrenamtlichen Mitarbeiterin.“Es waren praktisch alle da. Und das war sehr wohltuend und berührend“, sagt der Neu-Ruheständler, der eigentlich keiner ist. Es ist nämlich so, dass von den „katholischen Pensionären“ mehr oder weniger erwartet wird, dass sie ihren Gemeinden weiterhin zur Verfügung stehen

Henkst, der in Essen geboren wurde und aufwuchs, studierte in Bonn, Freiburg, Bochum und Essen - und kehrt nun zurück an seine Wurzeln: Er, der vor 39 Jahren in Gelsenkirchen zum Priester geweiht wurde, möchte sich ab sofort ehrenamtlich als „Pastor im besonderen Dienst“  im Hospizwesen des Bistums Essen engagieren.

Zugeordnet ist der 65jährige der Bochumer Propsteigemeinde. „Die Gemeinden sind dankbar“, lacht er, „wenn sie rüstige Pensionäre haben.“ Denn das süße Nichtstun dürfen katholische Priester erst genießen, wenn sie den Titel „Pastor in Ruhe“ bekommen haben.

Pastor Berthold Boenig ist schon ernannt und kommt im August. Am 26.8. ist seine offizielle Einführung.