Ausstellung der Realschule Grünstraße zum Wattenmeer

Umfassend und lehrreich ist die Dokumentation einer dreitägigen Exkursion des letztjährigen Biologiekurses (Klasse 8) der Realschule Grünstraße nach Tönning an der Nordsee. Die Jugendlichen präsentieren aktuell ihre respektable Fleiß-Arbeit unter dem Titel "Perspektivwechsel im Nationalpark Wattenmeer" im Rahmen der Lernpartnerschaft im Foyer des Evangelischen Krankenhauses Hattingen.

Für den Bereich Gewässerkunde, so die betreuende Lehrerin Judith Nockemann, „gehen Hattinger Schulen normalerweise an die Ruhr oder untersuchen kleine, stehende Gewässer. Wir haben uns den Nordsee-Teilbereich Wattenmeer vorgenommen.“ Im Umweltstützpunkt der Jugendherberge lernte man zunächst die verschiedenen Wattlebewesen kennen, machte Versuche mit Krebsen, mit Seepocken und mit Muscheln. Dabei ging es um Bewegung, Fressverhalten und die Filtrierarbeit der Muscheln. In  St. Peter Ording ging man dann direkt ans Meer: „Wir haben Strandfunde gesucht und bestimmt.“

Unter Leitung einer Nationalparkrangerin stand dann der Besuch im geschützten Wattenmeer auf dem programm. „Wir haben die Entstehung von Dünen kennen gelernt“, so die Schüler, „haben Wattwürmer gesucht und Spuren im Watt gedeutet. Nachdem wir im Schlickwatt waren, sahen wir aus wie Wattschweine.“

Im „Multimar“, einer riesigen, empfehlenswerten Nordseeausstellung mit vielen Tieren und Informationen, besuchte man am dritten Tag nicht nur die Ausstellungsräume, sondern forschte auch im Labor. Man fütterte u.a. Seepocken und lernte, wie und wie schnell sich Seesterne umdrehen können.

Biologie ist Schwerpunktkurs an der Grünstraße: Die Jugendlichen haben dieses Fach als weiteres Hauptfach gewählt. „Uns als Schule ist wichtig“, sagt Judith Nockeman, „nicht nur über die Natur zu reden, sondern sie aufzusuchen, sie kennen zu lernen. Man schützt nur, was man kennt.“

Die Fotos auf einigen Postern zeigen, dass die Gruppe bei ihrer Fahrt auch viel Spaß hatte, denn natürlich gab es auch Freizeitaktivitäten wie z.B. Krabbenpuhlen.

Klar, dass auch in der Ausstellung die Praxis und der Spaß nicht zu kurz kamen: Der Nordseekicker mit Sand auf dem Boden und Fischen an den Stangen war ein echter Hingucker – und es gab die Möglichkeit, sich beim Luftanhalten mit Walen oder Krebsen zu messen. Die Schülerinnen und Schüler stoppten die Zeit.  Außerdem wurde Meerwasser entsalzt.

Lehrerin Judith Nockemann gab ihrer Freude Ausdruck, dass die Jugendlichen im EvK die Ergebnisse ihrer Arbeit präsentieren durften. Aber auch Karl Otto Meiswinkel, der Technische Leiter des Krankenhauses,  freute sich,. „Auf diese Weise wird die Partnerschaft zwischen der Realschule und dem EvK mit Leben gefüllt.“