Vorreiter bei neuen Therapieformen des Lungenkrebses

Vorreiter bei neuen Therapieformen des Lungenkrebses sind die Experten des Thoraxzentrums Ruhrgebiet (Bochum/Herne).  Knapp 9.000 Patienten wurden dort im letzten Jahr behandelt. Das Zentrum mit seinen Standorten an der Augusta-Kranken-Anstalt in Bochum und am Evangelischen Krankenhaus in Herne-Eickel ist eines der wenigen großen Zentren in Deutschland, das sämtliche Behandlungsmöglichkeiten der Lunge anbieten kann.

Ihr Wissen und ihre Erkenntnisse präsentieren die Experten beim zweiten Thoraxsymposium, am 12.  und 13. Februar, im Herner Archäologiemuseum.

Schwerpunkte, so Prof. Dr. Santiago Ewig, Chefarzt der Klinik für Pneumologie am Augusta,  werden u.a.  die neuen Leitlinien zur Behandlung von Lungenkrebs sein sowie die wichtigsten neuen Erkenntnisse in der pneumologischen Infektiologie. 

Lungenkrebs ist – weiter zunehmend - die häufigste zum Tode führende bösartige Tumorerkrankung: 2009 wurden 43.000 Fälle registriert (1960 = 30.000). Entsprechend intensiv wird an neuen Therapie- und Diagnostikformen gearbeitet. Die deutlichen Fortschritte der vergangenen zwei Jahre und die von ihnen entwickelten Verfahren werden die führenden Experten auf dem 2. Thoraxsymposium vorstellen.

Unter den Spezialisten sind Prof. Dr. Klaus Junker (Entwickler des Standards für die Stadieneinteilung von Lungenkrebs) und Prof. Dr. Klaus Wiedemann, der als renommiertester Thorax-Anästhesist Deutschlands gilt. Prof. Ewigs Chefarztkollege Dr. Erich Hecker ist Experte für minimal invasive Lungen-Chirurgie, Prof. Dr. Eckhard Müller hat hohe Expertise in der Infektiologie. Augusta-Chef-Onkologe Prof. Dr. Dirk Behringer ist Vordenker einer individualisierten Krebstherapie – und Priv.-Doz. Dr. Stefan Könemann, in dessen Bochumer Zentrum eine der modernsten Strahlentherapie-Anlagen Deutschlands steht, gilt ebenfalls als innovativer Kopf.