Der demenziell veränderte Patient im Akutkrankenhaus

Die Menschen werden immer älter und die Versorgung dieser wachsenden Bevölkerungsgruppe wird zunehmend schwieriger: Manche Senioren haben viele Erkrankungen gleichzeitig – und eine steigende Anzahl der alten Menschen ist dement. Krankenhäuser müssen sich verstärkt um akut erkrankte Menschen kümmern, die gleichzeitig dement sind. Das ist sowohl für die Patienten als auch für Ärzte und Pflegekräfte eine neue, große Herausforderung. Im Altenheim der Evangelischen Stiftung Augusta lernten gut 100 Pflegekräfte verschiedenen Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen bei einer Fortbildung Fakten zu diesem Thema.

Für demente Patienten bedeutet ein Krankenhausaufenthalt eine erhebliche Belastung. Die fremde Umgebung und die fremden Menschen machen ihnen Angst. Außerdem verstehen sie natürlich nicht, was mit Ihnen passiert.  „Diese Situation“, so Annegret Hintz-Düppe,  „stellt alle mit der Betreuung und Versorgung tätigen Mitarbeiter vor große Herausforderungen.“  Die Leiterin des Lehrgangs weiß wovon sie spricht: Sie ist  die Zentrale Pflegedienstleiterin der Augusta-Kranken-Anstalt und kennt die Pflege aus dem Effeff. „Bei der Behandlung von Dementen gibt es noch viel zu verbessern.“                                      

Zur Zeit leiden etwa 1,2 Millionen Menschen an einer demenziellen Erkrankung. Bei den 80- bis 90jährigen ist fast schon jeder Dritte betroffen. Und die Tendenz ist steigend. Wenn solche Patienten z.B. aufgrund eines Unfalls in ein Akutkrankenhaus kommen, sind die Pflegekräfte meist überfordert. Einige Erhebungen gehen davon aus, dass sogar zehn bis 25 % der Krankenhauspatienten demenziell erkrankt sind.

Neben Annegret Hintz- Düppe  referierten unter anderem Heidemarie Rotschopf von der  Diakonie Rheinland-Westfalen-Lippe sowie Chistel Schulz (Sozialpädagogin der Alzheimer Gesellschaft Bochum) und Dr. Olaf Hagen, Chefarzt der Klinik für Medizinische Geriatrie am Augusta in Bochum-Linden.