Dr. Hasselbring und Dr. Maiwurm im Intensiv-Gespräch mit der WAZ

Die WAZ-Redakteure Petra Koruhn unbd Ingo Otto (Foto/unten im Bild) waren am 22. April zu Gast im Augusta. Es ging um die Einschätzung der Augusta-Mediziner und um hautnahe Informationen zum Sterben auf Intensiv-Stationen nach einem sehr kritischen Bericht im Nachrichtenmagazin "Spiegel".

Insbesondere ging es darum, wie mit den Patienten umgegangen wird und wie mit dem Sterben. Der Spiegel-Artikel, den Dr. Hasselbring und sein Oberarzt Dr. Maiwurm natürlich auch kannten, hatte den Umgang mit Menschen auf Intensivstationen als teilweise unmenschlich bezeichnet. Dieser Einschätzung traten Chefarzt Dr. Holger Hasselbring und Dr. Detlef Maiwurm entschieden entgegen.

Es entwickelte sich ein sehr engagiertes Gespräch über Patientenverfügungen und die Notwendigkeit, für den "Fall der Fälle" einen Betreuer benannt zu haben, der wichtige medizinische Entscheidungen vorübergehend ganz im Sinne des erkrankten Menschen trifft, weil dieser die Entscheidungen für eine Zeit nicht mehr treffen kann. "Wenn ein Betreuer da ist, der im Idealfall einige Jahre jünger sein sollte als der Patient selbst", so Dr. Hasselbring, "ist dies für uns eine große Erleichterung." Von der Existenz einer Patientenverfügung erfahre man oft auch zu spät.

Die Bilder zum geplanten Artikel machte Fotograf Ingo Otto übrigens im zu diesem Zeitpunkt leeren Schockraum der operativen Intensivstation.