WAZ interessierte sich für Müllentsorgung im Krankenhaus

Wie funktioniert Abfallentsorgung in einem modernen Krankenhaus? Das war das Thema für Svenja Hanusch und Timo Klippstein von der WAZ-Lokalredaktion Hattingen, die mit vielen Fragen im Gepäck am 1. April das Ev. Krankenhaus Hattingen besuchten

Im Gespräch wurde deutlich, dass neben den klassischen Müllarten, wie sie jeder von zu Hause kennt, im Krankenhaus besonders der sogenannte „C-Müll“ anfällt. Das sind Infektionsmüll und Zytostatika. EvK-Entsorgungsspezialist Bernd Piepiora wies auch auf Problemabfälle hin. Dies sind z.B. abgelaufene Desinfektionsmittel, Altmedikamente, öliges Wasser, Farb- und Lackreste. Auch hier wird separat gesammelt und dann mittels eines gesondert bestellten Umweltbrummis der Abfall gegen Zertifikat und Begleitschein umweltgerecht entsorgt.

Alen Males und Norbert Nau als Hygienefachkräfte der Evangelischen Stiftung Augusta unterrichteten die Journalisten insbesondere über die fachgerechte Entsorgung der verschiedenen Müllarten. Infektionsmüll z.B. darf nur in besonders sicheren, geprüften und von der Bundesanstalt für Materialforschung und Prüfung (BAM) zugelassenen Behältern entsorgt werden.

Durch den Einsatz von Kanülenabwurfbehältern und Sicherheitskanülen werden vermehrt Schnitt- und Stichverletzungen vermieden. Auf jeden Fall sei es wichtig, die Mitarbeiter zu schulen und immer wieder aufs Neue über die verschiedenen Müllarten, Mülltrennungen und die damit verbundenen Gefahren zu informieren. So lassen sich zum einen Unfälle vermeiden aber auch Geld sparen.