„Wolle Junior“: Der Wahnsinn geht weiter

Eine Überraschung erlebten die Patienten der Augusta-Kranken-Anstalt am 1. Oktober: In einer Sondersendung hatte das hauseigene Radio- und Fernsehteam einen ebenso be­sonderen Gast: Achim Petry (35), den Sohn von Wolfgang „Wolle“ Petry, der inzwischen keine Stadien mehr füllen will. „Wolle Junior“, Schlagersänger und ausgebildeter Veranstaltungskaufmann, der früher auch als Rettungssanitä­ter arbeitete, stand zwei Stunden lang Marcus Griese vom Augusta-Krankenhaus-Funk Rede und Antwort.

Manches interessante Detail über die Musikerfami­lie Petry im Allgemeinen und Achim im Besonderen wurde im Gespräch thematisiert: Fakt ist, dass auch Achim Petry ein erfolgreicher Musiker ist. Schon in den 1990er Jahren feierte er mit der Band „Trademark“ Erfolge in Europa und Asien. Heute tourt er auf den Spuren seines Vaters mit großem Erfolg selbst durch Deutschland. Und das erste Holzfällerhemd, das Vater Wolfgang Petry (58) auf der Bühne trug, stammte aus Achims Kleiderschrank.

Achim ist inzwischen selbst zweifacher Vater und engagiert sich als Pate der Stiftung „Help and Hope“, die sich weltweit für Not leidende Kinder engagiert. Dies inzwischen auch vermehrt in Deutschland, wo derzeit mehr als drei Millionen Kinder unterhalb der Armutsgrenze leben. Dieses Thema liegt Achim Petry besonders am Herzen, denn (Zitat:) „wenn die kleinen Knirpse keine Zukunft haben, haben wir auch keine.“

Zu den Details gehören selbstverständlich auch Erinnerungen. Besonders gern erinnert sich Achim Petry an zwei Geschichten. Einerseits geht es dabei um einen Auftritt seines Vaters in Ha­meln, auf dem das Publikum seine Lieder sang, während er selbst, hoffnungslos heiser, lediglich Autogram­me gab. „Wolle“ versprach, das Konzert nachzuholen: Gerade einmal zwei Karten wurden zurück gegeben.

Die zweite Geschichte handelt von „Oma Luise“ aus Ludwigsburg. Die Seniorin, damals taufrische 92 Jahre alt, büxte aus dem Altenheim aus, um eines von Petrys „Familienfesten“ zu besuchen. Obwohl sie keine Eintrittskarte besaß, gewährten ihr die Sicherheitsleute Eintritt. Im Jahr darauf erhielt die Rentnerin sogar einen Ehrenplatz hinter der Bühne.

AKF-Mitarbeiter Marcus Griese (20), frisch gebackene Abiturient und Schlagerfreund, lernte Petry bei einem seiner Konzerte kennen – und schätzen. Petry betonte, dass es ihm ganz besondere Freude mache, bei kleinen Sendern vorbei zu schauen. Dass dies keine Floskel war, spürten auch alle anderen Anwesenden bei dieser zweistündigen Sondersendung.

Nach dem Ende der Sendung musste Petry schon fast die Koffer packen, denn am 2. Oktober wurde er an der Playa de Palma auf Mallorca in der Disco „Oberbayern“ erwartet.

#Marcus Griese (20 Jahre alt)
Der Schüler "baute" im Juni 2009 sein Abitur
Hobbys: Lesen, Radeln, ein eigenes Musikarchiv aufbauen
beim AKF seit etwa drei Jahren - - dort ausschließlich im Hörfunk tätig