Ameisenhaufen besuchte das EvK

Dass man einen Mundschutz trägt, um „keine Bakterien in den Mund zu bekommen“ war ja schon ziemlich nahe dran an der richtigen Antwort – aber eben nur eine „halbe Wahrheit“.  Die Kinder aus dem städtischen Kindergarten Schreys Gasse lernten dann aber auch die ganze, nämlich dass Ärzte und Schwestern damit vor allem den Patienten schützen.

Kindergartenleiterin Ursula Keuth war am Montag gleich zwei Mal mit kleinen Vorschulkinder-Gruppen ins Evangelische Krankenhaus gekommen, damit die Nachwuchs-Hattinger erfahren konnten, was in einem Krankenhaus so passiert. Kinderkrankenschwester Ulrike Hörenbaum und Sigrun Wiesenhöfer von der ökumenischen Krankenhaushilfe begleiteten den munteren „Ameisenhaufen“. „Den Kindern wird die Angst genommen“, bilanziert Ulrike Hörenbaum. „Wenn die vielleicht einmal mit einer Verletzung in die Ambulanz müssen, sagen sie, ‚ach, hier war ich schon einmal.‘“

Hörenbaum hatte solche Führungen („Es waren auch schon über 40!“) früher in ihrer Freizeit angeboten. Damit das Angebot wieder vermehrt gemacht werden kann, haben sich die Damen der ökumenischen Krankenhaushilfe als „Führer“ angeboten. „Die machen das toll“, sagt die Krankenschwester. „Ich arbeite sie gerade ein.“

Vor den „praktischen Übungen“ in der Ambulanz, wo sich die Kleinen gegenseitig einen Verband anlegen durften,  hatte die Gruppe bereits die Ambulanz-Einfahrt und ein Auto in Augenschein genommen. Danach ging man gemeinsam noch in den Kinder-Behandlungsraum der Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie und besuchte schließlich noch ein Kinderzimmer auf der Station 9.


Die kleine Eileen (re.) und Sophia verbinden sich gegenseitig die Arme.