3 Jahre Stroke Unit am Ev. Krankenhaus - Dank an Feuerwehr und Notärzte

Seit drei Jahren ist im Ev. Krankenhaus Hattingen die eigenständige Abteilung für Schlaganfallpatienten (Stroke Unit) etabliert. Im Rahmen einer kleinen Zusammenkunft bedankte sich Dr. Rainer Poburski, Chefarzt der Klinik für Neurologie, bei über 20 Feuerwehrleuten und Notärzten für die gute und kooperative Zusammenarbeit.

Gleichzeit wies er nochmals auf die ersten Symptome eines Schlaganfalls, wie Lähmungserscheinungen und/oder Taubheitsgefühl auf einer Körperseite, herabhängender Mundwinkel, Sprach- und Sprechstörungen, Unfähigkeit Gesprochenes zu verstehen und Sehstörungen hin. Wichtig sei, dass sofort per Notruf 112 der Rettungswagen angefordert wird. Oberarzt Jörg-Henning Spelmeyer unterstrich, dass es enorm hilfreich sei, wenn eine Begleitperson mit allen vom Patienten eingenommenen Medikamenten – im Idealfall mit Medikamentenplan – in die Notaufnahme mitkäme.

Die Überwachung von Schlaganfallpatienten auf der Stroke Unit mit regelmäßiger Registrierung von Atmung, Blutdruck, Herzfrequenz und regelmäßiger Beurteilung der neurologischen Befunde verbessert das Ergebnis der Behandlung erheblich.

Statistisch gesehen führt die Reaktion auf kleinere Abweichungen der o.g. Parameter zu einer genauso hohen Besserung des Behandlungsergebnisses wie die Auflösung des Blutgerinnsels selbst.

Dr. Poburski machte deutlich, dass viele Schlaganfallpatienten letzthin nicht an dem Schlaganfall selbst leiden, sondern an den dadurch entstehenden Komplikationen, und diese kann man bei rechtzeitiger Alarmierung des Rettungswagens zum großen Teil vermeiden.