Nach 17 Jahren in Rente

"Leider altern auch Logopäden und gehen in Rente", schrieb Eckhard Bauer in der Einladung zu seinem Abschiedsumtrunk an die Kolleginnen und Kollegen. Der gestandene Logopäde, der 17 Jahre am EvK in der Klinik für Neurologie für die Therapie von Schluckproblemen zuständig war, erreicht die Altersgrenze, auch wenn er/es keineswegs so aussieht.

Dr. Rainer Poburski, Chefarzt der Neurologischen Klinik I, überreichte (im Bild) mit Personalleiter Eckhard Tetzlaff (re.) ein Geschenk und stellte fest, das “Herr Bauer durch seine Arbeit zahllose Menschen vor dem Siechtum bewahrt hat.”

Eine Therapie von Schluckbeschwerden hatte es vorher in Deutschland praktisch nicht gegeben - und Bauer entwickelte - “dank der Mithilfe aller hier in der Klinik” - zur Behandlung eine standardisierte “Schluck-Diät”., die in den Formen „breiig“, „feinstbreiig“ und „krümelig“ daherkommt. Was viele nicht wissen: Trinken ist für Patienten z.B. nach Schlaganfällen noch schwerer als „einfaches“ Schlucken. Deshalb kommt das Trinken stets ans Ende einer Schluck-Therapie.

Ab sofort wird Kai Wiesweg, der eine Praxis für Logopädie im benachbarten Ambulanten Zentrum betreibt, mit der Neurologischen Klinik eng zusammenarbeiten und die Dysphagie-Patienten des EvK betreuen.

Eckhard Bauer hat nach eigener Aussage sein “Rentnerauto, einen Golf, abgemeldet” und sich ein jugendlich-flottes Cabrio zugelegt. Zunächst aber macht er drei Wochen Urlaub.