Telefonaktion am 28. Januar
mit PD Dr. Ubrig und der WAZ

Um Prostata-Erkrankungen, schonende moderne Chirurgie und um Inkontinenz geht es bei der ersten Telefonaktion des Jahres 2009. Krankheiten im Bereich des Unterleibs - das ist bekannt - werden nur allzu gern tabuisiert. „Umso wichtiger ist es“, mahnt Privatdozent Dr. Burkhard Ubrig, Chef der Klinik für Urologie an der Augusta-Kranken-Anstalt, „dass man die Menschen nicht allein lässt und moderne Behandlungswege aufzeigt.“ In letzter Zeit habe sich viel getan und es gebe Hilfe, die wenig belastend sei. Unter anderem darüber möchte er gern mit den interessierten Anrufern sprechen.

Millionen Deutsche sind von der Harninkontinenz – dem unwillkürlichen Harnverlust – betroffen. Die Dunkelziffer ist hoch. Viele Menschen wollen sich und auch ihrem Arzt dieses schambehaftete Problem nicht eingestehen und wissen nicht um wenig aufwändige Behandlungsmethoden. Basierend auf den aktuellen Verkaufszahlen der Hersteller für Inkontinenzhilfsmittel rechnet man mit über 10 Millionen betroffenen Deutschen. Aufgrund der Altersentwicklung in Deutschland rechnen Experten bis zum Jahr 2050 mit einer starken Zunahme des Problems: 30 Prozent der Bundesbürger könnten dann betroffen sein.

Prostatakrebs, erläutert  Dr. Ubrig, sei in Deutschland unter Männern die häufigste Krebserkrankung. Pro Jahr erkranken nach Angaben des Robert-Koch-Instituts rund 58.000 Männer neu. „Nach aktuellsten Zahlen liegt das Risiko eines Mannes, in seinem Leben ein Prostatakarzinom zu entwickeln bei ca. 18 Prozent.“, so Ubrig. Heute werden durch den Einsatz neuer Methoden zur Früherkennung (z.B. durch die Bestimmung des prostata-spezifischen Antigens, PSA) mehr Prostatakarzinome im Frühstadium entdeckt. Vor dem 50. Lebensjahr ist die Erkrankung selten, ab Mitte 40 rät Ubrig zur regelmäßigen Vorsorge.

Nach wie vor noch seltener als die Frauen gingen die Männer zur Krebs-Vorsorge. Dabei könnte durch Vorsorge häufig die Erkrankungen noch im heilbaren Stadium entdeckt werden.

Moderne, schonende z.B. minimal-invasive Behandlungsverfahren z. B. bei Harnstein-, Blasen-, Nieren-, Harnleiter- sowie Prostataoperationen (Schlüssellochchirurgie) würden heute den Erhalt der Lebensqualität trotz wirksamer Behandlung beitragen.

Info:

Privatdozent Dr. Burkhard Ubrig ist seit Dezember Chefarzt der Urologischen Klinik an der Augusta-Kranken-Anstalt. Der gebürtige Münsteraner war an den größten Urologischen Kliniken unseres Landes in verantwortlicher Position tätig. Unter anderem prägte er die Urologische Schlüsselloch-Chirurgie in Deutschland mit.

Das Augusta ist die einzige urologische Klinik der Stadt und stellt u.a. auch die Versorgung des Umfeldes sicher.