Darius Schwarz ist Wundexperte

Zertifizierter Wundexperte ist seit einigen Tagen Darius Schwarz vom Augusta Seniorenheim-Linden, der diese Spezial-Ausbildung im Rahmen einer Ausbildungsmaßnahme des Augusta-Kooperationspartners, der Evangelischen Krankenhausgemeinschaft Herne/Castrop-Rauxel, mit 16 weiteren examinierten Pflegekräften absolviert hat.

Die Versorgung chronischer Wunden, u.a. die Behandlung des Diabetischen Fußsyndromes, stellt zuneh­mend eine große Herausforderung dar. „Für eine erfolgreiche Wundbehandlung müssen alle Disziplinen zusammenarbeiten, die mit Wunden zu tun haben", erklärt Dr. Karl Schuhmann, Vizepräsident des noch jungen Wundverbundes Nordwest. Chirurgie, Diabetologie oder Angiologie hätten unterschiedliche Sichtweisen der Wundbehandlung. Akute, vor allem aber chronische Wunden zu Abheilung zu bringen, sei eine gemeinsame Aufgabe von Ärzten und Pflege.

Jährlich werden in Deutschland 3,5 Millionen Menschen wegen chronischer Wunden behandelt. Obwohl dafür rund fünf Milliarden Euro aufgewendet werden, ist die Versorgung alles andere als zufriedenstellend. So gehen Schätzungen davon aus, dass trotz monate- oder jahrelangem Behandlungsverlauf jährlich über 40.000 Amputationen vorgenommen werden müssen.

Viele Patienten, so Schuhmann, werden nicht entsprechend den Erkenntnissen der modernen Wundbehandlung versorgt. In vielen Fällen seien Unkenntnis oder die vermeintlich höheren Kosten die Gründe dafür. Dabei spare modernes Wundmanagement langfristig sogar Kosten. In manchen Häusern gebe es bis zu 15-prozentige Einsparungen. Früher zielte man darauf ab, möglichst schnell eine "trockene" Wunde zu bekommen. Moderne Behandlungen halten Wunden feucht – mit höheren Materialkosten, aber dann kürzerer und effektiverer Behandlung.