PD Dr. Könemann: Strahlentherapie auf höchstem Niveau

Strahlentherapie – das ist eine Behandlungsform, die nicht nur deshalb mit Angst besetzt ist, weil sie in der Behandlung von Krebs eingesetzt wird, sondern auch, weil es sich um Apparatemedizin handelt, die bei manchen Menschen für Unbehagen sorgt. Priv.-Doz. Dr. med. Stefan Könemann, der in diesen Tagen im Gesundheitszentrum Bochum, an der Bergstraße 25, das modernste Strahlentherapie-Zentrum in Bochum und Umgebung  eröffnet, sieht das natürlich – und völlig zu Recht – ganz anders. „Mit der Strahlenheilkunde“, sagt er, „können wir enorm viel Gutes bewegen.“

„In meinem Fachgebiet, das sich mit der medizinischen Anwendung ionisierender Strahlung auf Menschen beschäftigt“, so der ehemalige Leitende Oberarzt der Klink für Strahlentherapie der Uniklinik Münster, „können wir mit den unterschiedlichen Therapieformen Krankheiten heilen oder den Krankheitsprozess verlangsamen.“ Vorwiegend Gammastrahlung bzw. Röntgenstrahlung und Elektronen kommen in der Strahlentherapie zur Anwendung - und dies an der Bergstraße auf einem Niveau, das zum Teil oberhalb der Möglichkeiten liegt, die Uni-Kliniken der Umgebung derzeit bieten können. Zur apparativen Ausstattung gehört das Beste, was aktuell möglich ist.

Der neue Linearbeschleuniger und weitere Spezialgeräte, die im Untergeschoss des Gesundheitszentrum in sogenannten „Bunkern“ zum Einsatz kommen, bieten alle Möglichkeiten – und werden im Einsatz sein für Heilung suchende Menschen aus allen medizinischen Fachbereichen. Natürlich auch bei den häufigsten Krebserkrankungen wie z.B. an Brust oder Prostata.  Die unmittelbare Nachbarschaft zum Augusta legt eine enge Kooperation in vielen Bereichen nahe.

Draußen ist aktuell noch Baustelle, drinnen steht auf knapp 800 Quadratmetern schon modernste Hochpräzisions-Bestrahlungstechnik. Der Linearbeschleuniger brummt hinter megadicken Betonwänden, und die 1,20 Meter dicke Betontür zum Raum dürfte mit ihren sicher 20 Tonnen die schwerste Tür weit und breit sein. Wenn sie sich öffnet, fühlt man sich an James Bond erinnert.

Das Gerät ist in der Lage, mittels dreidimensional geplanter Mehrfelder-Bestrahlung extrem gewebe- und organschonend zu arbeiten. Die genaue Position des Patienten kann mittels digitaler Röntgenaufnahmen und CT (Computer-Tomographie) während der Bestrahlung optimiert werden. Dabei können gezielt Bereiche geschont werden, die gerade einmal daumennagelgroß sind.

Damit stehen neue, zukunftsweisende, effektivere und zugleich verträglichere Behandlungsmöglichkeiten zur Verfügung. „Der technische Fortschritt“ so Könemann, „erlaubt heute eine präzisere und schonendere Bestrahlung, mit weniger Nebenwirkungen und gleicher oder sogar besserer Tumorkontrolle.“

Das Kern-Team um Priv.-Doz. Dr. Könemann wird komplettiert durch zwei Physiker sowie fünf MTAs und ArzthelferInnen. Eine zusätzliche ärztliche Kollegin wird in diesen Tagen eingestellt.
www.strahlentherapie-bo.de