Ambulante Dienste in Herne eröffnen dritte Sozialstation

Es war schon etwas ganz Besonderes, was da vom Herner Marienhospital (katholisch) und der Bochumer Augusta-Kranken-Anstalt (evangelisch) vor gut 12 Jahren auf den Weg gebracht wurde. Die beiden Krankenhäuser gründeten am 1. Februar 1997 in Herne den wahrscheinlich einzigen, sicher aber den ersten ökumenischen Pflegedienst bundesweit: Die Ambulanten Dienste (AD) des Marienhospitals.

Am Freitag, 20. Februar, wird der ökumenische Träger seine dritte Sozialstation eröffnen – und zwar in Börnig, im 3. OG des Schwesternwohnheimes des Marienhospitals II, an der Widumerstraße 8. „In den aktuell sehr schwierigen Zeiten für Medizin und Pflege“, sagt der organisatorische Leiter Dr. med. Thomas Hulisz, „ist es extrem erfreulich, dass unsere doch sehr ungewöhnliche ‚Ehe’ immer noch funktioniert und dabei sogar außerordentlich erfolgreich ist.“

Was mit fünf Mitarbeitern und noch ohne einen einzigen Patienten begann, ist inzwischen ein respektables Unternehmen mit einem Team von rund 80 Leuten, die inzwischen mehr als 300 Pflegebedürftige betreuen. Grund- und Behandlungspflege, Care-Management, die enorm wichtige Palliativ-Pflege und das zertifizierte Wundmanagement sind das „Tagesgeschäft“ des engagierten Teams. Pflegedienstleiterin Katja Woytal-Förster freut sich, dass Pflegekräfte der ersten Stunde immer noch aktiv sind: Nicole Stenschke-Thiem ist eine von ihnen – und immer noch voller Engagement und Enthusiasmus.

 „Unsere enge ökumenische Zusammenarbeit, die wir mit dem Vertragsabschluss bereits im Dezember 1996 auf den Weg gebracht hatten“, erinnert sich Hulisz, „war ein absolutes Novum – und wir hatten deshalb große Schwierigkeiten, einen Dachverband zu finden.“ Erst 2001 trat man dem Caritasverband bei.

Inzwischen geht alles schneller: Im Mai 2007 eröffneten die Ambulanten Dienste eine Pflege-Station in Wanne, nun die neue Dependence in Börnig, am Marienhospital II. “Wegen unserer Größe, Struktur und Logistik“, erläutert Woytal-Förster, „sind diese Maßnahmen unbedingt notwendig. Damit rücken wir noch näher an unsere Patienten heran.“ Die Zentrale aber bleibt natürlich an der Düngelstraße 35, im ehemaligen Kinderheim St. Antonius, wo sich auch noch die Kindertagesstätte von St. Marien befindet.