Maria Schoppmeier wird im Seniorenheim Am Kesterkamp am 26. August 100 Jahre alt

Sie liest gern Heimatromane, singt gern, verfolgt regelmäßig und mit viel Interesse das Weltgeschehen im Fernsehen, und sie hat selbst schon eine Menge gesehen und erlebt: Maria Schoppmeier feiert am Mittwoch, 26. August,  im Altenheim der Evangelischen Stiftung Augusta, am Lindener Kesterkamp ihren 100. Geburtstag.

Heimleiter Norbert Bongartz freut sich, dass seine älteste Bewohnerin sich noch einer sehr guten Gesundheit erfreut und immer dabei ist, wenn es am im Seniorenheim am Kesterkamp etwas zu feiern gibt. Das Gen für ein gesegnetes Alter haben sie bei den Pototzkis, so der Mädchenname der Jubilarin, offenbar in der Familie: Auch Maria Schoppmeiers Schwester, die in Dortmund lebt, wird mit großer Wahrscheinlichkeit 2010 das Jahrhundert voll machen.

Maria Schoppmeier kam schon früh nach Bochum: Nachdem ihr Vater 1914 in Belgien dem Krieg zum Opfer fiel, zog die Familie von Westpreußen in die Poststraße. „Ich habe Modistin (Hutmacherin) gelernt“, erzählt sie. Diesen Beruf übte sie bis zu ihrer frühen Hochzeit aus. Bis heute ist sie an Mode interessiert und achtet sehr auf ihre Kleidung. Das wissen auch Sohn Gerhard, Schwiegertochter Leni, die drei Enkel und zwei Urenkel.

Schon seit 1976 ist Maria Schoppmeier Witwe, wohnte nach ihrer langen Bochumer Zeit bis 2006 allein im Oberwinzerfeld in Hattingen. Auf Hilfe angewiesen ist sie erst nach einigen Stürzen. Zu ihrer Familie, die in Hattingen lebt, hat sie ausgezeichnete Kontakte. Im Augusta-Seniorenheim setzt sie sich nur allzu gern auf den Balkon. Am liebsten mit ihrer Freundin Herta Schwarz, die allerdings neun Jahre jünger ist.