Europa-Premiere in Hattingen:
Neurologische komplementärmedizinische Abteilung
im Evangelischen Krankenhaus Hattingen

Ende 2008 wird die europaweit erste Neurologische komplementärmedizinische Abteilung im Evangelischen Krankenhaus in Hattingen unter der Leitung von Univ.-Professor Dr. Dr. Horst Przuntek eröffnet. Im Rahmen eines Pressegespräches wurden die neue Abteilung und die wissenschaftliche Basis von Geschäftsführer Ulrich Froese und Prof.Przuntek am 5. September der Öffentlichkeit vorgestellt.

Komplementärmedizin – das ist die gleichzeitige Anwendung verschiedener Medizinsysteme. Hier im Besonderen die klassische, wissenschaftliche Universitätsmedizin, die von der Traditionellen Indischen Medizin ergänzt wird. Es handelt sich hier nicht um Wellness-Ayurveda, sondern um wissenschaftlich fundierte Medizin. „Wir nutzen in der neuen Abteilung des EvK mit unserem innovativen, ganzheitlichen Ansatz das Beste beider Medizin-Systeme“, so Prof. Przuntek, „um den besten Therapie-Effekt für unsere Patienten zu erreichen.“
Professor Dr. Przuntek wurde eingehend in neurochemischer Pharmakologie ausgebildet – und zwar in den Instituten für Pharmakologie und Toxikologie der Universitäten Essen, Würzburg und Göteborg. Es folgte intensive klinische und wissenschaftliche Arbeit an der Neurologischen Universitätsklinik Würzburg.1986 wurde er als Ordinarius für Neurologie an die Ruhruniversität berufen. Er hat dort entscheidende Neuerungen in der Therapie des Morbus Parkinson und der Multiplen Sklerose eingeführt und eine der ersten Stroke Units in Deutschland eingerichtet.

Obwohl er sowohl in der Diagnose wie auch der Therapie neurologischer Erkrankungen als sehr erfolgreich galt und seine Klinik zu den besten in Europa zählte, war er mit den Therapie-Ergebnissen unzufrieden, da in der Kürze des Klinikaufenthaltes die Gesamtbefindlichkeit des einzelnen Patienten nicht ausreichend beeinflusst werden konnte.
Um Patienten ganzheitlicher (Körper und Seele) behandeln zu können, gründete er vor zehn Jahren in Feldberg (Mecklenburg) die erste somatopsychosomatische Klinik. Hier werden körperliche und seelische Aspekte beim Zustandekommen von Krankheiten gleichermaßen berücksichtigt. Darüber hinaus hielt er die Erholungsmöglichkeiten des Patienten in dieser Klink für erstrebenswert.  Die Klinik ist inzwischen für viele Patienten Basis einer holistischen (ganzheitlichen) Genesung geworden.

Die moderne Pathogeneseforschung, die der Ursache von Krankheiten nachspürt, geht davon aus, dass chronische Erkrankungen in der Regel durch eine erbliche Veranlagung auf der einen Seite und eine chronische Intoxikation  auf der andern Seite zustande kommen.
Prof. Dr. Przuntek hat sich im Rahmen der Erforschung des Morbus Parkinson seit mehr als zwanzig Jahren intensiv mit den Problemen der Neurogenetik, dem Einfluss von Toxinen und der Prävention von Krankheiten auseinandergesetzt.
Hierbei stieß er unter anderem auch auf die Lehren der Traditionellen Indischen Medizin (TIM) und beobachtete während zahlreicher Forschungsreisen in Indien, dass die Entgiftung des Körpers in der Indischen Medizin eine sehr zentrale Rolle spielt - sowohl bei der Vorbeugung als auch bei der Behandlung von Krankheiten.
Neben der Entgiftung spielen Ernährung, Verwendung von pflanzlichen Nahrungsergänzungsmitteln, eine Umstellung ungünstiger Lebensgewohnheiten - kurzum die Balance von Körper und Seele - eine wichtige Rolle. Die Indische Medizin geht davon aus, dass bei einer Erkrankung nicht nur ein Organ des Körpers, sondern der gesamte Körper in Mitleidenschaft gezogen wird.   Deshalb muss nach Ansicht der Indischen Medizin  immer der ganze Mensch beachtet und behandelt werden.
Prof. Dr. Przuntek wird die jahrzehntelange Erfahrung in der Schulmedizin und  europäischen somatopsychosomatischen Medizin mit dem Jahrtausende alten Wissen der Traditionellen Indischen Medizin verbinden, um die bestmöglichen Behandlungserfolge zu erreichen.
Um Komplementärmedizin auf allerhöchstem Niveau anbieten zu können, arbeitet Prof. Przuntek mit den angesehensten universitären Ayurveda-Institutionen Indiens zusammen. Diese sind den Universitäten in New Delhi, Jamnagar, Benares, Mumbai, Pune, Haiderabad, Jaipur und Kottakal angegliedert In Europa kooperiert man mit den renommierten Universitäten Oxford  (Großbritannien) und Debrecen in Ungarn. Alle diese Universitäten begleiten die Arbeit am EvK Hattingen wissenschaftlich.
Zusammen mit den indischen Kollegen wird er die traditionellen indischen medizinischen Methoden so weit  entwickeln, dass sie höchsten wissenschaftlichen Kriterien genügen.

Die Ambulanz als Anlaufstelle für interessierte Patienten wird am Montag, 3. November, ihren Betrieb zunächst auf der Ebene 3 aufnehmen. Mit Fertigstellung der Station 7 als künftige Heimat der komplementären neurologischen Abteilung, wird dann auch die zugehörige Ambulanz auf die Station 7 ziehen.
Die Sanierung und der Umbau der Station hat bereits begonnen und wird Anfang 2009 vollzogen sein. Es entstehen dort eine 20-Betten-Station, 4 Therapieeinheiten, die Ambulanz und das zugehörige Nebenraumprogramm.
Interessierte Patienten können bereits jetzt Termine für ein Beratungsgespräch ab dem 3. November unter der Rufnummer 02324/502-947 vereinbaren. Ab dann steht Prof. Przuntek mit einer Sprechstunde wochentags in der Zeit von 9 Uhr bis 12 Uhr im EvK zur Verfügung.

Zusätzliche Informationen über die Abteilungsarbeit gibt es ab Anfang November im Internet.