Grünes Licht für Spitzen-Endoskopie auf 1.000 qm:
Eine der modernsten und am besten ausgestatteten Endoskopieabteilungen
in Deutschland eröffnet die Augusta-Kranken-Anstalt am Freitag, 17. Oktober 2008

Mit einem Kostenaufwand von 2,5 Millionen Euro für den Neubau plus 1,4 Mio. Euro für die medizinisch-technische Ausstattung zentralisiert das Augusta auf einer Riesen-Fläche von 1.000 m² mit acht OP-ähnlichen Behandlungsräumen die bisher getrennt untergebrachten Endoskopischen Abteilungen der Gastroenterologie, der Pneumologie, der Visceral- und der Bauchirurgie.

Hier wird Medizin auf höchstem Niveau geboten. Es handelt sich bei allen neuen Systemen um HD-digitalisierte Verfahren. Umgesetzt wurden auch die allerneuesten Erkenntnisse der Arbeitsphysiologie und -psychologie, wie z.B. grünes Licht während der Behandlungen. Dieses regelbare Grünlicht bringt den Vorteil, dass anwenderfreundliche, augenschonendere Bedingungen gegeben sind, die zudem bei der Untersuchung ein kontrastreicheres Endoskopiebild ermöglichen.

Im neuen Endoskopiezentrum wird eben der stationären Versorgung auch ambulante Versorgung durch einen am Haus niedergelassenen Gastroenterologen angeboten. Eine weitere Verzahnung wird sich mit dem im Bau befindlichen Gesundheitszentrum ergeben.

In den letzten Wochen wurden im Neubau bereits weitere Einrichtungen in Betrieb genommen wie die nunmehr insgesamt vier Komfort-Premium-Stationen mit insgesamt 80 Betten. Eine weitere nimmt Ende des Jahres den Betrieb auf.

Interventionelle Radiologie – Reise durch die Arterien

Die jetzt freiwerdenden Räumlichkeiten der Endoskopie werden mit rund 400 m² genutzt von der interventionellen Radiologie, die ebenfalls eines der neuesten Systeme erhält. Siemens hat als erste und einzige Firma der Welt ein High-End Röntgengerät mit einem Industrieroboter verbunden und damit Bewegungsabläufe und Konstellationen möglich gemacht, die einen Quantensprung für den Arzt und die Versorgung der Patienten bedeuten. Hier beläuft sich die zusätzliche Investition allein für das Gerät auf rund 1,0 Mio. Euro.

Eine Anmerkung der Klinik für Innere Medizin - Prof. Petrides:

Mit großer Begeisterung sind die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Internistischen Endoskopie in die neuen Räumlichkeiten der Zentralen Endoskopie der Augusta umgezogen, die den heutigen Vorstellungen einer „State of the Art“ Ausstattung entsprechen. Die neue Zentrale Endoskopie bietet erhebliche, für die Zukunft wegweisende Fortschritte und Vorteile gegenüber der bisherigen Situation: Die Ausstattung mit Geräten und Technik wurden auf den derzeit höchstmöglichen Standard gehoben, um sämtliche zur Zeit aktuelle Diagnostik und Therapie von Erkrankungen des Verdauungstraktes zu behandeln. Die Räumlichkeiten sind für Patienten, Endoskopieschwestern und Ärzte um ein Vielfaches vergrößert worden, die Durchführung von Untersuchungen und die Logistik des Ablaufs ist dadurch vereinfacht worden, sie strahlen durch ihre architektonische Ausstattung eine sehr freundliche Atmosphäre aus. Ein besonderes Merkmal der Endoskopie ist, dass sie nunmehr auch die Chirurgische Abteilung mit der Coloproktologie beherbergt und dadurch die Zusammenarbeit von Internisten und Chirurgen immer enger gestalten wird. Zudem ist auch die endoskopische Abteilung der Klinik für Bronchial- und Lungenerkrankungen in der Zentralen Endoskopie beheimatet und lässt dadurch die Endoskopie des Krankenhauses mit nun gemeinsam arbeitendem Personal und gemeinsam zu nutzenden Gerätschaften und Räumlichkeiten ein erheblich wirtschaftlicheres Arbeiten verwirklichen. So sind nunmehr die wichtigsten Aspekte aus Sicht der Geschäftsführung, des Pflegebereichs und der endoskopierenden Ärzte in einer interdisziplinären Einheit auf dem modernsten Stand der Entwicklung zusammengefasst, in der es einfach ist, Spaß an der Arbeit, das heißt letztlich der Patientenbetreuung zu finden.

Eine Anmerkung der Klinik für Pneumologie - Prof. Ewig:

Wir sind froh und stolz, nunmehr in die neuen Endoskopieräume einziehen zu können. Mit den nun geschaffenen Arbeitsmöglichkeiten können alle endoskopischen Techniken in der Pneumologie hervorragend zur Anwendung gebracht werden. Wir verfügen nunmehr über mehrere Arbeitsplätze, an denen unabhängig voneinander untersucht werden kann. Die großzügigen Räumlichkeiten erlauben ein Höchstmaß an Komfort für den Patienten. Die hochmoderne technische Ausstattung eröffnet einen gezielten Einsatz aller diagnostischen und therapeutischen Optionen, einschließlich Videobronchoskopie, Durchleuchtung, endobronchialem Ultraschall, Lasertechnik und Videothorakoskopie. Durch die ideale Infrastruktur werden Wartezeiten verkürzt und die Überwachung noch sicherer. Insgesamt stellt die neue Endoskopie eine Einrichtung mit einem räumlichen und technischen Standard dar, die ihresgleichen sucht. Ein Meilenstein auf dem Wege zur weiteren Entwicklung des Thoraxzentrums Ruhrgebiet hier an der Augusta-Kranken-Anstalt.

Eine Anmerkung der Klinik für Chirurgie - Priv.-Doz. Dr. Mann:

Es sollten folgende Punkte herausgehoben werden:

  1. Optimale Voraussetzungen für interdisziplinäre Zusammenarbeit im Rahmen des Visczeralmedizinischen Zentrums bzw. Schwerpunktes des Hauses.
  2. Die Grenzen der interventionellen Endoskopie verschieben sich damit. Die Grenzen zwischen operativer und endoskopischer Intervention werden aufgehoben.
  3. Ideale Voraussetzung zur Etablierung von NOTES (Chirurgische Eingriffe über natürliche Körperöffnungen unter Vermeidung von Hautinzisionen. Z.B. Transgastrale Appendektomie)
  4. Optimale wirtschaftliche Nutzung der Ressourcen.
  5. Modernste und aufwendige Endoskopieeinheit (incl. Doppel Ballon Enteroskopie)

 Eine Anmerkung der Abteilung Medizintechnik:

Die neuerrichtete Zentralendoskopie verfügt in allen Räumen über sogenannte Deckenversorgungseinheiten.  Diese  modernsten Endoskopieeinheiten sind frei beweglich im ganzen Raum einsetzbar, was dem Arzt größtmögliche Flexibilität während der Behandlung ermöglicht.

Mit den modernen Endoskopieeinheiten sind alle zur Zeit möglichen Untersuchungsmethoden ausführbar, wie z.B. das Zuschalten elektronischer Filter, um Tumore besser erkennen und lokalisieren zu können. Spezialuntersuchungen, wie die Doppelballonmethode (Untersuchung des Dünndarms) oder Endosonografie (Ultraschalluntersuchung der Darmwand) werden  routinemäßig  durchführbar sein.

Der in der Abteilung befindliche Aufwachraum garantiert eine kontinuierliche  Patientenüberwachung ( EKG, Blutdruck, und Sauerstoffgehalt des Blutes ) und damit optimierte, kontinuierliche Sicherheit für die Patienten.