Jeder Dritte über 40jährige hat „verkalkte“ Gefäße
„Die Menschen haben großen Aufklärungsbedarf“ -
Dr. Beyer und das Gefäßzentrum des Augusta laden zum Info-Tag

Zum Info-Tag im Rahmen des 4. Deutschen Gefäßtages lädt das Gefäßzentrum der Augusta-Kranken-Anstalt ein. Interessierte Besucher und Patienten können sich am Samstag, 18.Oktober, 10 bis 14 Uhr, über neue Untersuchungsmöglichkeiten und Therapieformen bei der Behandlung von Gefäßerkrankungen informieren. Dazu zählen z.B. die Verengung der Halsschlagader, Erweiterung der Bauchschlagader, die arterielle Verschlusskrankheit, aber auch Krampfadern.

Dr. Jochen Beyer, Chefarzt der Gefäßchirurgie am Augusta, und Dr. Detlef Longwitz, der leitende Arzt des Angioradiologischen Institutes, wollen über die massiven Risiken aufklären, denn jeder Dritte über 40jährige hat „verkalkte“ Gefäße. Und: Erkrankungen der Schlagadern (Arterien) verschlechtern sich durch Risikofaktoren wie Rauchen, Bluthochdruck, falsche Ernährung und Bewegungsmangel. Die dadurch bedingten Durchblutungsstörungen können z.B. zum Herzinfarkt, zum Schlaganfall oder zum „Raucherbein“ führen. Deshalb ist es wichtig, Gefäßkrankheiten vorzubeugen, sie früh zu erkennen und gezielt zu behandeln.

Die Veranstaltung beginnt um 10 Uhr mit Vorträgen in der Aula des Institutsgebäudes des Augusta an der Bergstraße 26. „Wenn die Beine nicht mehr wollen“, kann dies Symptom einer arteriellen Verschlusskrankheit sein, und „wenn die Tasse herunter fällt“ der Vorbote eines Schlaganfalls.

Später gibt es in der Klinik Geräte-Präsentationen und Infos über die Abläufe im Gefäßzentrum Bochum sowie Gelegenheit für Einzelgespräche und Untersuchungen. Es handelt sich bei dieser Veranstaltung erst um den 4. bundesweiten Gefäßtag, zu dem die noch junge Deutsche Gesellschaft für Gefäßchirurgie (1.200 Mitglieder) aufruft. Das riesige Publikumsinteresse beim letzten Gefäßtag zeigte, dass, so Dr. Beyer: „die Menschen in unserem Fachbereich noch großen Aufklärungsbedarf haben.“