Theorie und Praxis beim 4. Pflegesymposium

„Volles Haus und eine tolle Veranstaltung“, meldet Annegret Hintz-Düppe, Pflegedirektorin des Augusta. Das Thema „Pflegen bis 67 – ist das möglich?“ behandelte die Klinikgruppe „Mensch+Medizin“ bei ihrem 4. Pflegesymposium mit knapp 100 leitenden Pflegefachkräften aus der Bochumer Augusta-Kranken-Anstalt und den Evangelischen Krankenhäusern in Hattingen, Herne und Castrop-Rauxel.

Einen Tag lang diskutierten die Fachleute im Saal des Seniorenheims am Kesterkamp, über die vielen Facetten des Themas, das übrigens in gleicher Weise auch Dachdecker und andere körperlich stark geforderte Handwerker betrifft.

Rentenreform und allgemeine demographische Entwicklung bringen die wichtige Frage, ob es körperlich überhaupt leistbar ist,  gleichermaßen ins Bewusstsein der aktiv Pflegenden wie der Pflegebedürftigen – aber auch der Personalverantwortlichen in diesem großen Bereich.

Das Augusta-Seniorenheim am Kesterkamp in Bochum-Linden war dabei ganz sicher ein Treffpunkt mit symbolischer Strahlkraft. Es ging um Vortragsthemen wie „altersgerechte Gestaltung der Pflege“, um „lebenslanges Lernen“, „…damit das Wissen nicht in Rente geht“ - und um möglichen Fachkräftemangel in der Bochumer Klinik- und Pflegelandschaft.  Ein besonderer Aspekt galt auch dem Projekt Bochum 2015, das Ulrike Schierhold, die stellvertretende Projektleiterin, den Teilnehmern präsentierte.

Annegret Hintz-Düppe und ihre Herner Kollegin Brigitte Geisler baten den Innovationsforscher Dr. Frank Striewe ebenso aufs Podium wie Dr. Joachim Bischoff von der Arbeitsgruppe „Altersgerechte Beschäftigung“ sowie Heidemarie Rotschopf vom Krankenhausverband.

Es wurde aber nicht nur diskutiert, sondern auch viel Praktisches gezeigt: Es gab Hilfen beim Hochheben von Menschen bzw. für die Hilfe z.B. beim Umbetten oder Umsteigen vom Bett in den Rollstuhl. Diese häufige Arbeit zehrt besonders an den Kräften und damit der Gesundheit der Pflegenden.