Gallensteinleiden: Fachtagung für Internisten und Chirurgen
Neue Trends in Diagnose und Therapie - und „chirurgische Zukunftsmusik“

Gallensteine sind ein weit verbreitetes Leiden in der Bevölkerung.  In den Krankenhäusern der Evangelischen Stiftung Augusta (Bochum/Hattingen) werden jährlich rund 650 Eingriffe an der Galle durchgeführt. Gelegentlich ist auch unter Experten die Frage strittig, ob eine Operation oder ein interventioneller (behandelnder) Eingriff die ideale Lösung ist. Eine Fachtagung zum Thema Gallensteinleiden veranstalten deshalb am 07. Mai, ab 17 Uhr, Prof. Dr. Andreas Tromm, Chefarzt der Klinik für Innere Medizin am EvK Hattingen, sowie seine Chefarztkollegen Dr. Markus Freistühler und Prof. Dr. Matthias Kemen (beide EvK Herne) in der Bochumer Gastronomie im Stadtpark.

Gallensteine sind eine Volkskrankheit die unter anderem mit Übergewichtigkeit zu tun hat. Die Neigung ist darüber hinaus auch erblich bedingt. Bei einem Viertel aller Betroffenen verursachen die Gallensteine so starke Beschwerden, dass sie entfernt werden müssen.

Auf der Fachtagung werden neue Leitlinien vorgestellt und Fragen der diagnostischen und therapeutischen Möglichkeiten diskutiert.  In 99 Prozent aller Fälle ist für die Erstdiagnose eine Ultraschalluntersuchung ausreichend. Weitere Hightech-Methoden wie z.B. die Endosonograhie, können wichtig sein für die weitere Abklärung.

Ist ein chirurgischer Eingriff notwendig, so ist er zu 98 Prozent per Schlüssellochchirurgie möglich. Prof. Tromms Hattinger Chefarztkollege Priv.-Doz. Dr. Helfried Waleczek geht übrigens sogar noch einen Schritt weiter: Er entfernte vor wenigen Tagen - das ist „chirurgische Zukunftsmusik“ - als einer der ersten in NRW schon zum zweiten Mal eine Gallenblase durch die Vagina.

Diskutiert wird auch der richtige Zeitpunkt für eine Operation bei einer Gallenblasenentzündung: Heute wird tendenziell schneller operiert, während man früher das Abklingen der Entzündung abwartete. Dies alles geschieht heute in engster Kooperation von Internisten und Chirurgen. In Hattingen auf einer hoch spezialisierten Bauchstation.

Wegen der sich stetig weiterentwickelnden Medizintechnik können immer mehr Internisten im Rahmen ihrer Diagnostik auch behandelnde Eingriffe durchführen, die dem Patienten eine Operation ersparen. Führender Experte auf diesem Gebiet ist Prof. Dr. Ralf Jakobs aus Wetzlar. Er stellt die Methoden vor und gibt Gelegenheit zur Diskussion.

Kontakt:           Prof. Dr. Andreas Tromm (02324-502-218)
                        PD Dr. Helfried Waleczek (02324-502-216)