Großer Erfolg für die WAZ-Telefonaktion zu Mobilität und Selbstständigkeit im Alter

Hervorragend zu tun hatten zwei Ärzte der Augusta-Kranken-Anstalt am Mittwoch, 25. Juni, im Rahmen einer Telefonaktion der WAZ: Dr. Olaf Hagen, Chef der Geriatrischen Klinik, und Dr. Thomas Hulisz, Leiter der Ambulanten Dienste, standen eine Stunde lang gemeinsam mit Hermann Bomholt, dem Abteilungsleiter der AOK Westfalen-Lippe, WAZ-Lesern Rede und Antwort zu ihren Fragen.

„Mobil und gesund – auch im hohen Alter“. Das war das Thema des Tages – und die Experten hatte alle Mühe damit, die vielen Fragen auf drei Apparaten zu beantworten.

Kurioserweise waren es sehr viele Senioren, die anriefen, um sich zu vergewissern, dass sie das Richtige tun.

„Gartenarbeit“, so hatte Dr. Hulisz erläutert, „ist zwar eine tolle Sache, aber auch sehr einseitig.“ Wichtig sei es, viel und regelmäßig zu laufen. Täglich mindestens eine halbe Stunde. Auch der Arthrose-Patientin, die fragte, ob sie denn überhaupt noch laufen solle, hatte Dr. Hagen gesagt, dass regelmäßige Bewegung wichtig und Gymnastik gut sei.

Der Frau, die anrief und klagte, dass sie immer im Theater einschlafe, riet der Chef der Geriatrischen Klinik, es doch einmal mit einer Ergänzungskost zu versuchen, um die Kräfte zu verbessern.

Wichtig sei, so Dr. Hagen, nicht nur die körperliche Bewegung, sondern auch die geistige: Die älter werdenden Menschen sollten viel lesen – und zwar abwechslungsreiche Literatur. „Kreuzworträtsel lösen ist toll, aber bitte nicht nur das machen.“

Auf der Pflegeseite gibt es ab 1. Juli 2008 das neue Pflegezeitgesetz, dass es pflegenden Angehörigen auch kurzfristigst ermöglicht, sich von der Arbeit bis zu sechs Monate lang freistellen zu lassen. Arbeitgeber mit mehr als 15 Angestellten müssen einer solchen Freistellung zustimmen. Zwar verzichtet der Mitarbeiter auf sein Gehalt – aber die Arbeitslosen- und die Rentenversicherung werden von der Pflegeversicherung fortgezahlt.

Ab 1. Januar 2009 sollen die Pflegeberater und die Pflegestützpunkte kommen, von denen sicher einer bei der AOK angesiedelt sein wird. Diese Fachleute können und sollen für die Menschen und ihre Familien auch einen Vorsorgeplan erstellen. „Vorteil hier ist“, sagt Hermann Bomholt, „dass alles aus einer Hand kommt.“