Bild (von links): Rita Arns, Rouven Falk, Dr. Jihan Mohasseb, Detlef Cramer, Dr. Friedrich E. Dietrich, Dr. Gerhard K. Schlosser

Stiftungsmitarbeiter flogen zum Hilfseinsatz in Jalna (Indien)

13 Metallkisten mit einem Gesamtgewicht von rund 600 Kilo sind am frühen Freitagmorgen auf die Reise gegangen ins indische Jalna. Im Passagierraum flogen elf Helfer mit, die im dortigen Missions-Hospital bei einem uneigennützigen Einsatz an zehn OP-Tagen, wie schon in den drei Jahren zuvor, rund 160 Operationen – vorwiegend an Kindern – durchführen wollen.

Von Düsseldorf aus ging es am Freitag über Zürich nach Mumbai, dem ehemaligen Bombay. Von dort aus müssen die Männer und Frauen aus dem Ruhrgebiet noch eine Stunde bis nach Aurangabad fliegen. Eine weitere Autostunde entfernt liegt dann Jalna. 1.000 km östlich von Mumbay.
Leiter des Einsatzes ist der Wittener Dr. Gerhard K. Schlosser, Chefarzt der Anästhesiologie und Intensivmedizin am Evangelischen Krankenhaus in Hattingen. Es ist inzwischen schon sein 19.  Einsatz.
Das Team ist ein echtes Ruhrgebiets-Team: Die elf Ärzte und Pfleger aus Hattingen, Bochum, Witten, Essen und Gelsenkirchen werden bis zum 3. März in Jalna kostenlos operieren.  Dr. Jihan Mohasseb, Chefärztin für Mund-Kiefer-Gesichtschirurgie am Evangelischen Krankenhaus Hattingen (EvK), hat selbst zwei Kinder und ist immer wieder begeistert von der Freundlichkeit der Menschen dort.

Jalna liegt zentral in Indien. Die Helfer operieren dort täglich oft mehr als 12 Stunden. Sie leisten dabei aber auch Hilfe zu Selbsthilfe, geben Wissen und Techniken weiter  – und sie unterstützen das kleine lokale Krankenhaus mit Medikamenten und Verbandsmaterial. Dieses Material schlägt mit rund 20.000 Euro zu Buche. Das ist aber nach Ansicht aller nichts gegen die Freude, etwa 150 Kindern mit einer Operation ein normales, menschenwürdiges Leben zu er­möglichen

Im Hilfs-Team ergänzen sich Schlosser und sein Bochumer Anästhesistenkollege Detlef Cramer (Augusta), die Plastischen Chir­urgen Dr. Friedrich E. Dietrich (Gelsen­kirchen) und Dr. Kristin Reich­ardt (EvK Hattingen), die OP-Pfleger Jörg Mrugalla (Hamburg) und Rouven Falk (EvK) sowie die Anästhesieschwestern Alex­andra Narandzic (Augusta) und Rita Arns.

Mit von der Partie sind auch Assistenzärztin Anja Weber (Augusta) und Dr. Michael Rohrbach, der als Chefarzt der Klinik für Plastische Chirurgie/Handchirurgie am Knappschaftskrankenhaus in Gelsenkirchen den emeritierten Dr. Friedrich E. Dietrich ablöste. Beide stellen ihre chirurgische Kunst in den Dienst der guten Sache.
Der Bochumer Unternehmer Herwig Niggemann, Präsident des Rotary-Clubs in Hattingen, hatte im Vorjahr seine Clubkollegen davon überzeugt, die Finanzierung des „Projektes Jalna“ zu übernehmen. Er ließ durchblicken, dass sich die Rotarier auch längerfristig engagieren wollen und verwies in diesem Zusam­menhang besonders auf das Engage­ment der Ärzte und Pfleger, die – wie immer - 14 Tage ihres Jahresurlaubs opfern. Einen Bonus aber gibt es auch von den Arbeitgebern: Ulrich Froese, Vorstand der Evangelischen Stiftung Augusta und Geschäftsführer von EvK und Augusta unterstützt das Engagement seiner Mitarbeiter.
Spenden für die wichtige Arbeit der Helfer können auf das Konto des gemeinnützigen Vereins „Ro­tary Hattingen hilft e.V." eingezahlt werden: Kto.Nr. 206011 bei der Sparkasse Hattingen (BLZ 43051040).

Die Teilnehmer:
Dr. Gerhard K. Schlosser (Witten)
Assistenzärztin Anja Weber (Augusta)
Dr. Michael Rohrbach, Chefarzt der Klinik für Plastische Chirurgie/Handchirurgie am Knappschaftskrankenhaus in Gelsenkirchen
Dr. Friedrich E. Dietrich, emeritierter Chef der Klinik für Plastische Chirurgie/Handchirurgie Gelsenkirchen
Dr. Jihan Mohasseb (Hattingen)
Oberarzt Dr. Detlef Kramer (Bochum)
OP-Pfleger Rouven Falk (Hattingen)
Und die Anästhesieschwestern Rita Arns (Hattingen) und Alexandra Narandzic (Bochum)
Dr. Kristin Reichardt – Uni-Klinik Essen
OP-Pfleger Jörg Mrugalla, den es inzwischen an ein Hamburger Krankenhaus gezogen hat