Zweiter Adipositastag war toller Erfolg

Außerordentlich positiv war die Bewertung des zweiten Adipositas-Tages im Bochumer Museum, zu dem das AdipositasZentrum NRW der Augusta-Kranken-Anstalt am 20. Februar über die Akademie für ärztliche  Fortbildung niedergelassene Kolleginnen und Kollegen aber auch Mediziner aus Krankenhäusern eingeladen hatte.
Die Teilnehmer dieser Veranstaltung „tröpfelten“ regelrecht während der ersten Vorträge weiter in den riesigen Saal des Museums. Zu Beginn hatten gerade einmal knapp 50 Personen Platz genommen. Als aber der Schlusstrich unter die Teilnehmerliste gezogen wurde, konnte Jessica Kleine-Asbrocke, die als Sachbearbeiterin der Ärztekammer Westfalen-Lippe (Ressort Fortbildung) und Vertreterin der Akademie für ärztliche Fortbildung vor Ort die Listen führte, ganz knapp 100 Teilnehmer melden. „Ein toller Erfolg“, bilanzierte denn auch die Chef-Etage des AdipositasZentrums NRW.

Als medizinischer Leiter des AdipositasZentrums begrüßte Dr. med. Thomas Hulisz die Referenten und die Gäste der Fortbildung und ging direkt „in medias res“: „Adipositas – Epidemie oder Pandemie“, war sein Thema, das er mit einer Fülle statistischer Zahlen würzte.

Es folgte Professor Dr. Andreas Tromm, Chef der Inneren Klinik am Evangelischen Krankenhaus in Hattingen zum Thema: „Diabetes mellitus II b und Nicht alkoholische Steatohepatitis (NASH)“. Von der Klinik für Innere Medizin am Evangelischen Krankenhaus Castrop-Rauxel war Dr. Jahn gekommen, der zum Thema „Kardiovaskuläre Ereignisse bei übergewichtigen Patienten“ sprach. Das „Obesitas-Hypoventilations-Syndrom“ erläuterte Dr. Neddermann vom Schlaflabor und der Thoraxabteilung an der Augusta-Kranken-Anstalt Bochum und dem Evangelischen Krankenhaus Herne.

Dipl.-Psych. Uwe Machleit, Psycologischer Leiter des Adipositaszentrums, referierte über „Gewichtssicherung – Multimodale Therapiebausteine einer unendlichen Geschichte“, gefolgt von Psychosomatik-Professor Dr. med. Stephan Herpertz von der Abteilung für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie, an der LWL Klinik in Dortmund, der „Die Veränderungen des Lebensstils und die Behandlung der Adipositas“ generell beleuchtete. Herpertz ist das jüngste Mitglied der großen Front gegen die Adipositas, die multizentrisch in verschiedenen Ruhrgebietsstädten arbeitet.

Das nächste Referat hielt Dr. Markus Freistühler, Chefarzt der Inneren Medizin am Evangelischen Krankenhaus in Herne zum „Stellenwert des Magenballons im Gesamtkonzept der Adipositastherapie“. Chefarzt Professor Dr. Matthias Kemen von der Abteilung für Allgemein- und Visceralchirurgie am Evangelisches Krankenhaus in Herne behandelte das Thema „ Operative Möglichkeiten in der Behandlung der Adipositas“, und Dr. med. Karl Schuhmann vom Institut für Plastische/Ästhetische und Handchirurgie am Evangelischen Krankenhaus Hattingen hatte einen Beitrag ausgearbeitet mit dem Titel „ Plastische Chirurgie im Konzept der Adipositastherapie“
Ebenfalls vom Evangelischen Krankenhaus Hattingen kommt der Chefarzt der Chirurgischen Klinik , Privatdozent Dr. Helfried Waleczek. Er beschloss den Reigen der Referenten und steuerte den Beitrag  „Operiert – und dann?“ dazu.