Knapp 120 Interessierte beim Update Genitalkarzinome

Proppenvoll war es in der Aula des Institutsgebäudes der Augusta-Kranken-Anstalt am 16. Februar, als Priv.-Doz. Dr. Gabriele Bonatz, die Chefärztin der Augusta Frauenklinik, zum „Update Genitalkarzinome“ eingeladen hatte. Knapp 120 angemeldete Besucherinnen und Besucher zählte die Akademie für Ärztliche Fortbildung, die auch nach Beginn der Veranstaltung noch Nachmeldungen entgegen nahm. Ein Riesen-Erfolg für die Chefärztin, die an diesem kalten, aber sehr sonnigen Samstagmorgen in Bochum renommierte Referentinnen und Referenten begrüßte.

Es ging um den neuesten Stand bei Krebs im Genitalbereich. Dr. Schnürch von den Städtischen Kliniken Neuss referierte über die Vorgehensweise bei Veränderungen der Vulva. Dr. Bonatz sprach selbst über das Endometriumkarzinom, eine Krebsart, bei der bösartige Krebszellen in der Schleimhaut der Gebärmutter gefunden werden. Man zählt weltweit 142.000 Neuerkrankungen pro Jahr.

Weitere Referenten waren Prof. Dr. Barbara Schmalfeldt von der Frauenklinik und Poliklinik der Technischen Universität München. Die Sprecherin der Organkommission Mamma in der Arbeitsgemeinschaft Gynäkologische Onkologie informierte über die Ovarialzyste und das Ovarialkarzinom, während Prof. Dr. med. Jalid Sehouli von der Berliner Charité über die Methode der Wahl beim Cervixkarzinom referierte: Er stellte die Laparoskopie der Laparotomie gegenüber.  35.000 Frauen in Europa (Deutschland ca.6.500) sind am Cervix-Karzinom erkrankt. 15.000 davon sterben. Das Cervix-Karzinom ist nach Brustkrebs die zweithäufigste tumorbedingte Todesursache bei Frauen. Ursache ist das Humane Papilloma-Virus (HPV), das an diesem Morgen mit der HPV-Impfung und dem HPV-Screening thematisiert wurde.

Über operative Optionen bei organüberschreitenden Krebserkrankungen im kleinen Becken sprach Professor Dr. Lampe von der Kaiserswerther Diakonie und Frau Dr. Rüder von der Augusta-Klinik für Hämatologie und Onkologie gab einen Überblick über die laufenden Studien beim Genitalkarzinomen.