Das Bild zeigt Dr. Weißenfels (li.) mit seiner Tochter und dem Kollegen Dr. Schröder

Ab jetzt wird mehr Golf gespielt

Er sprach von Ruhestand – und das Foto auf der Einladung zeigt Dr. Ellmar Weißenfels, der dem Evangelischen Krankenhaus aus dem Auto heraus ein letztes Mal zuwinkt. Der niedergelassene Gynäkologe verabschiedete sich am Mittwoch von Kollegen und Mitarbeitern im Evangelischen Krankenhaus /EvK) wo er seit 1995 als Belegarzt gearbeitet hat.

Dr Gerhard Schlosser, Chefart der Intensivmedizin und sein chirurgischer Kollege Priv.-Doz. Dr. Helfried Waleczek zeigten sich betroffen, dass Weißenfeld nun nicht mehr im EvK arbeiten wird und lobten das kooperative und konstruktive Miteinander in all den Jahren. “Die Zusammenarbeit zwischen Chirurgie und Gynäkologie“, sagte auch Weißenfels, “ist hier besonders gut.“ Und überhaupt sei „das EvK das Zentrum medizinischen Fortschritts schlechthin.“

Ein echter Ruhestand wird das allerdings nicht werden, denn zum einen ist Weißenfels noch viel zu jung, zu frisch und zu dynamisch, um sich dem „dolce far niente“, dem „süßen Nichtstun“ eines Rentners hinzugeben. Zum anderen will er die Nachfolge-Frage nicht nur gelöst wissen, sondern auch selbst regeln: Seine Tochter Julia macht im kommenden Frühjahr ihr Examen am Essener Uni-Klinikum, da wo der Papa dereinst auch studierte. Bis dahin wird er weiter in der Praxis arbeiten – unterstützt von Dr. Patricia Peschel.

Dem Freizeitspaß des Marathon-Laufens will er (nicht nur in Sprockhövel) weiter frönen – und sein Golf-Handicap will er ab sofort auch vorantreiben. Dies wissend übergab Dr. Thomas Schröder im Namen seiner gynäkologischen Belegarzt-Mitstreiter Dr. Nikola Höner und Dr. Sabine Oppel einige Golf-Bälle, eine passende Kappe – und den Faltstuhl für die Ruhe zwischen den Putts. Dieser „Alterssitz“ wäre zumindest gesichert.

Weißenfels ist ein echtes Kind des Ruhrgebietes, wurde 1941 in Essen geboren. Er studierte in Marburg und Essen, machte 1968 sein Staatsexamen und promovierte. Dann arbeitete er u.a. in der Uniklinik Köln, in der Bochumer Uni-Kinderklinik und in St. Elisabeth Essen. Seit 1975 ist er selbstständig.

.