Seelsorge sammelt Brillen für Bedürftige

Einen großen Karton voll Brillen haben die Krankenhaus-Seelsorger der Augusta-Kranken-Anstalt für das Deutsche Blindenhilfswerk (DBHW) gesammelt. „165 gebrauchte Sehhilfen sind bereits zusammen gekommen“, bilanziert der evangelische Pfarrer Hartwig Burgdörfer, „aber 250 würden wir gern nach Duisburg schicken.“ Deshalb bitten Burgdörfer und sein katholischer Kollege Heinrich Henkst bis zum 30. September noch um weitere Brillenspenden, die an der Augusta-Pforte abgegeben werden können.

Auf der Website des DBHW wird ausdrücklich um solche Brillenspenden für Bedürftige in der Dritten Welt gebeten, wobei das Hilfswerk stets darauf achtet, „dass wir das Geschäft der lokalen Optiker nicht torpedieren.“ Man nimmt in Duisburg gern Brillen an, wenn sie noch gut sind, das Hilfswerk also - drastisch formuliert – nicht als Alternative zur Mülltonne missbraucht wird.  

Als kleinen Test sollen die Spender sich folgende Frage stellen: „Sie können sich eine bestimmtes Produkt finanziell nicht leisten und jemand möchte Ihnen diese Ware gebraucht schenken. Wie müsste die Qualität sein, damit Sie sie annehmen?  Die gespendeten Brillen werden vom DBHW weitere bearbeitet und schließlich in Gebiete transportiert, wo sie gebraucht und auch verordnet werden.

Das DBHW wurde 1961 gegründet. Im Unterschied zu Selbsthilfegruppen wie den lokalen Blinden- und Sehbehindertenvereinen werden nicht die eigenen Mitglieder, sondern hilfebedürftige blinde und sehbehinderte Menschen in Deutschland, Osteuropa, Ost- und Westafrika sowie vereinzelt in Asien und Südamerika unterstützt. Das Hilfswerk tritt dort helfend ein, wo öffentliche Hand oder soziale Sicherungssysteme wie Krankenkassen nicht (mehr) helfen können oder möchten.