Silvia Erler (li.) und Minette Kleinschmidt bei der Arbeit

Ehrenamtliche der Bücherei erwirtschaften über 500 Euro

Mehr als 25 laufende Meter Bücher hatten die ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen der Patientenbücherei der Augusta-Kranken-Anstalt verkaufen wollen - für nur 25 Cent pro Zentimeter Buchrücken. Erlöst wurden stolze 505 Euro, wie Leiterin Gisela Priesberg erfreut berichtet. 2006 waren es 447 Euro gewesen.

Einen Zollstock mussten die „Kunden“ in die Augusta-Kranken-Anstalt allerdings nicht mitbringen, um beim Bücher-Basar im Foyer ein Schnäppchen zu machen. Maßbänder gab es auch vor Ort. Und da haben manche Schnäppchenjäger ganz schon zugeschlagen, wie Frau Priesberg berichtet.

Ein Kunde schnappte sich gleich eine ganze Kiste mit Edgar Wallace-Krimis, ein anderer handelte wie auf einem orientalischen Basar, um eine ganze Reihe von Bildbänden billiger erstehen zu können. „Die meisten unserer Kunden“, so Priesberg“, kamen sowieso aus dem Augusta.

Aber die Schnäppchenjäger waren auch nicht alle fair. Einer zumindest jubelte den Damen eine türkische Münze unter, welche dann die Abrechnung etwas schmälerte – und die Damen auch etwas traurig stimmte.

Das erlöste Geld soll – wie immer - in Neuanschaffungen für die Patientenbücherei fließen, die in diesem Jahr 20 Jahre alt wird. „Schließlich“, so Pfarrer Burgdörfer, „soll die Bücherei auch nach zwei Jahrzehnten weiter aktuell bleiben.“ Vom Krimi bis zum Liebesroman, vom Kinderbuch bis zu verschiedenen Sachbüchern war beim Flohmarkt alles zu haben. Die Bücher sind oftmals völlig neuwertig. Hygiene ist zudem natürlich eine Selbstverständlichkeit in der Augusta-Bücherei.

Zum 20-jährigen Bestehen hat Büchereileiterin Gisela Priesberg einen besonderen Wunsch: „Das Mitarbeiterinnenteam sucht noch weibliche oder männliche Verstärkung.“  Es werden noch zwei Mitarbeiter gebraucht, die etwa alle zwei Wochen drei Stunden Zeit mitbringen und selbst Freude an Büchern haben. Priesberg, die selbst fast 20 Jahre „am Buch“ ist, bittet: „Wer Lust hat, ehrenamtlich zu helfen, melde Sie sich z.B. beim  Basar oder bei der Seelsorge.“