Der "Schreihals" hat am EvK die 50 voll

„Schreihals“ stand hinten auf dem T-Shirt, dass sich Hans Kattenstein anlässlich seines 50jährigen Dienstjubiläums im Evangelischen Krankenhaus von einer Kollegin überziehen ließ – und der Kommentar dazu aus der heiteren Runde setzte noch einen drauf: „Wenn du alt bist“, hieß es da spitzbübisch, „machen sie mit dir, was sie wollen…“

Kolleginnen und Kollegen feierten mit Kattenstein am 1. April sein Goldjubiläum – und der Jubilar war vollkommen überrascht, dass auch eine Reihe alter Weggefährten in die Verwaltung des EvK gekommen waren, um Kattenstein ihre Aufwartung zu machen. Neben dem T-Shirt, das auf der Brust ein Bild des EvK trug, gab es natürlich noch eine ganze Reihe Geschenke – und einen launigen Rückblick von Personalchef Eckhard Tetzlaff, der viele Fakten aus dem Jahr 1958 in Erinnerung rief.

Tetzlaff hatte zum Beispiel Kattensteins Originalbewerbung aus der Personalakte gezogen, deren Verlesung für viel Heiterkeit sorgte. Außerdem das schriftliche Leumundszeugnis des örtlichen Pfarrers in Stüter, dessen Name leider nur mit einem Buchstaben abgekürzt war. Ohne dieses Leumundszeugnis war eine Anstellung an einem evangelischen Haus völlig undenkbar. Es war allerdings gut ausgefallen: Dem Pfarrer war nichts Nachteiliges über Hans Kattenstein bekannt geworden. Er habe einen lauteren Charakter.

Tetzlaff erinnerte auch an die Urlaubsansprüche in den Fünfzigern: Dem damals 16jährigen Kattenstein standen 18 Tage zu, wobei Samstage natürlich mitzählten. 17jährige bekamen 15, 18jährige nur noch 12 Tage Urlaub.

Das T-Shirt-Etikett „Schreihals“ kam übrigens nicht von ungefähr: Kattenstein, der eine ziemlich laute Stimme und einen kumpelhaft polternden Auftritt hat, hat sich diesen Spitznamen redlich verdient. Dennoch (oder gerade deshalb??) gab es sogar noch ein paar Küsschen auf beide Wangen: Die Kolleginnen Sabine Klobussek (35 Jahre) und Anneliese Knappe (30 Jahre) freuten sich selbst über ein Dienstjubiläum im EvK, wurden mit Blumensträußen „dekoriert“ und nahmen sich hinterher einfach die Freiheit, „Katte“, so der zweite Spitzname des Jubilars, „einen aufzudrücken“. Und da strahlte der Jubilar erst richtig - über die gerade geküssten beiden „Backen“….